Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum catharticum
Auch bekannt als: Wiesen-Lein
19
Arten
interagieren
52
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den zierlichen, weißen Blüten mit der gelben Mitte und den gegenständigen Blättern lässt sich der Purgier-Lein (Linum catharticum) sofort erkennen. Diese zierliche Wildpflanze ist ein typischer Bewohner magerer Wiesen und in Mitteleuropa heimisch. Besonders wichtig ist sie als Raupenfutter für den Spanner (Aspitates gilvaria) sowie als Nektarquell für verschiedene Hummelarten. Wenn du in deinem Garten einen sonnigen, nährstoffarmen Platz hast, kannst du mit dieser Art einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Insektenwelt leisten. Schau doch mal genau hin, wie die kleinen Blüten im Wind tanzen.
Zierliche Magerwiesen-Schönheit und wichtige Kinderstube für seltene Spanner
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Der Purgier-Lein ist eine wertvolle Komponente für die Artenvielfalt in deinem Garten. Er dient nach aktuellen Bestäubungsdaten als wichtige Nahrungsquelle für die Wiesenhummel (Bombus pratorum). Ebenso wird er regelmäßig von der Ackerhummel (Bombus pascuorum) besucht. Tagfalter wie der Heufalter (Coenonympha pamphilus) profitieren ebenfalls von seinem Nektarangebot. Besonders hervorzuheben ist seine Rolle als Raupenfutterpflanze. Der Spanner (Aspitates gilvaria) ist für seine Entwicklung auf das Vorhandensein dieser speziellen Pflanze angewiesen. Die lange Blütezeit von April bis September garantiert ein kontinuierliches Nahrungsangebot.
Der Purgier-Lein ist nicht als kindersicher eingestuft. Er enthält Inhaltsstoffe, die eine stark abführende Wirkung besitzen, was auch der Name 'Purgier' bereits andeutet. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du die Pflanze daher mit der notwendigen Vorsicht einplanen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Standort: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (nährstoffarmer Boden), sie benötigt also sehr wenig Stickstoff.
Düngung: Bitte auf keinen Fall düngen, da sie sonst schnell von Gräsern verdrängt wird.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe musst du jedoch vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst den Purgier-Lein im Frühjahr von März bis Mai setzen.
Herbstpflanzung: Alternativ ist eine Pflanzung zwischen September und November möglich, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da die Art oft nur kurzlebig ist, solltest du die verblühten Triebe für die Selbstaussaat stehen lassen.
Vermehrung: Er versamt sich an geeigneten Stellen von ganz allein, wenn du ihn gewähren lässt.
Kombination: Er passt hervorragend zu anderen heimischen Arten der Magerwiese, die ebenfalls keine Düngung vertragen.
Der Purgier-Lein (Linum catharticum) gehört zur Gattung Lein (Linum). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne menschliches Zutun oder durch frühen Ackerbau zu uns kam). Er besiedelt bevorzugt sonnige Magerstandorte auf frischen, mäßig feuchten Böden. Typisch für die Art ist der grazile Wuchs mit weißen Blüten, die im Gegensatz zum bekannten Blauen Lein deutlich kleiner ausfallen. Die Blätter stehen am Stängel gegenständig angeordnet.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →