Bild folgtKI-generierte IllustrationPrimula farinosa
Auch bekannt als: Mehlige Schlüsselblume
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Arten
interagieren
21
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Mehl-Primel (Primula farinosa) an dem weißen, mehlartigen Belag auf der Blattunterseite und ihren doldenförmigen, hellrosa Blüten mit gelbem Auge. Da sie auf der Roten Liste mit Stufe 3 als gefährdet eingestuft ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und die Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) profitieren von ihrem Nektarangebot. Wenn du einen feuchten, nährstoffarmen Platz im Garten hast, wird diese zierliche Staude dich über viele Monate erfreuen. Du holst dir damit ein Stück alpiner Urwüchsigkeit direkt in dein grünes Reich.
Ein gefährdetes Juwel: Sechs Monate Blütezeit für Schmetterling und Biene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Mehl-Primel eine wertvolle Nahrungsquelle für spezialisierte Fluginsekten. Besonders Tagfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen die außergewöhnlich lange Blütezeit von März bis September intensiv. Auch Wildbienen wie die Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) fliegen die Blüten regelmäßig an, um Nektar zu sammeln. Da die Pflanze in der gesamten Region auf der Roten Liste steht, ist jedes Exemplar im Garten ein wichtiger Trittstein für den Biotopverbund (Vernetzung von Lebensräumen). Ihre Samenreife im Spätsommer trägt zur natürlichen Verjüngung der lokalen Bestände bei.
Die Mehl-Primel ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Primelgewächse enthält sie Primin, das bei Berührung Hautreizungen (Kontaktallergien) auslösen kann. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern. Trage beim Umpflanzen zur Sicherheit einfach Gartenhandschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Erde sollte mager, also nährstoffarm, und kalkhaltig sein; die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und verträgt keinen Dünger.
Feuchtigkeit: Der Bodenstandort sollte frisch sein; das bedeutet im Gartenbau eine gleichmäßige Bodenfeuchte, die auch im Sommer nicht völlig austrocknet.
Pflanzzeit: Setze die Mehl-Primel am besten zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Entferne im Frühjahr vorsichtig abgestorbene Pflanzenteile, aber achte darauf, die bodennahe Rosette nicht zu verletzen.
Kombination: Eine wunderbare Partnerin ist die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, magere Standorte und ergänzen sich ökologisch hervorragend.
Die Mehl-Primel (Primula farinosa) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales). Sie ist in den Gebirgen und Feuchtgebieten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt kalkhaltige Feuchtwiesen und Quellfluren. Charakteristisch ist der meist blattlose Stängel, der eine Dolde mit bis zu 20 Einzelblüten trägt. Ein besonderes Merkmal sind die drüsigen Ausscheidungen an Blättern und Kelch, die wie feiner Mehlstaub aussehen und der Pflanze ihren Namen gaben.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →