
Galium saxatile
Auch bekannt als: gaillet du harz, Harz-Labkraut, Felsen-Labkraut
74
Arten
interagieren
221
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Harzer Labkraut an seinem teppichartigen Wuchs und den quirlständigen, schmalen Blättern, die in dichten Etagen am Stängel sitzen. Im Frühsommer überzieht es magere Stellen im Garten mit einem Schleier aus winzigen, weißen Sternblüten. Für deinen Naturgarten ist es besonders wertvoll, da es als wichtige Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter wie den Prachtgrünen Bindenspanner dient. Auch der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) besucht die Blüten gerne auf seiner Suche nach Nektar. Wenn du eine pflegeleichte Lösung für kalkarme Bodenstellen suchst, ist diese heimische Art eine wunderbare Wahl für dich.
Weißer Blütenteppich und wichtige Kinderstube für spezialisierte Falterarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Labkraut eine unverzichtbare Futterquelle für spezialisierte Falter. Gleich mehrere Schmetterlingsraupen nutzen das Kraut als Kinderstube, darunter der Schwarzaugen-Bindenspanner, der Breitbinden-Labkrautspanner und der Fleckleib-Labkrautspanner. Die weißen Blüten locken neben dem Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) auch Heufalter und den Gartenkäfer an. Sogar selteneren Gästen wie Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri) dient die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle. Im Winter bieten die verbliebenen Pflanzenteile Schutz für Insekten, weshalb sie erst im Frühjahr abgeräumt werden sollten.
Das Harzer Labkraut wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern beim direkten Kontakt Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht an den typischen mageren Standorten kaum. Dennoch empfiehlt es sich, Kinder beim Entdecken der Gartenflora grundsätzlich zu begleiten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Wähle für das Harzer Labkraut einen sonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht), aber unbedingt mager sein.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie keinen Dünger; zusätzliche Nährstoffe würden sie eher verdrängen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte darauf, dass der Boden kalkarm ist, da die Art saure Milieus bevorzugt.
Da sie Ausläufer bildet, eignet sie sich hervorragend als natürlicher, niedriger Bodendecker.
Eine Vermehrung ist durch Teilung der Polster im Frühjahr unkompliziert möglich.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber nach der Blüte erfolgen, um die Form kompakt zu halten.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffarme, saure Böden.
Auch der Blutwurz (Potentilla erecta) passt ökologisch hervorragend in diese Pflanzgesellschaft.
Das Harzer Labkraut (Galium saxatile) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Es ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt bevorzugt kalkarme, bodensaure Standorte wie Heiden oder magere Waldränder. Typisch sind die vierkantigen Stängel und die Blätter, die meist zu sechst in Quirlen (ringförmig um den Stängel angeordnet) stehen. Die Pflanze bildet Ausläufer und wächst dadurch oft polsterartig, was sie von anderen Labkraut-Arten unterscheidet. Als Arbuskuläre Mykorrhizapflanze (eine Symbiose mit Bodenpilzen) lebt sie in einer engen Lebensgemeinschaft mit nützlichen Pilzen.
1 Video zu Harzer Labkraut

20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
44 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_409232222
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →