
Fritillaria meleagris
Auch bekannt als: Kiebitzei, Schachbrettblume, Gemeine Schachblume
8
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
An ihren purpurrot und weiß gewürfelten Glockenblüten lässt sich die Schachblume (Fritillaria meleagris) sofort erkennen. Sie ist eine Besonderheit im Naturgarten, da sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Kategorie 3) steht. Besonders frühe Bestäuber wie die Wiesenhummel (Bombus pratorum) profitieren von ihrem Nektarangebot. Mit dieser Pflanze holst du dir eine echte Seltenheit in den Garten, die auf feuchten Böden wunderbar gedeiht. Du tust damit nicht nur etwas für die Optik, sondern unterstützt gezielt bedrohte Insektenarten und förderst die biologische Vielfalt vor deiner Haustür.
Seltene Schönheit der Feuchtwiesen und Rettungsanker für die Waldhummel.
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Die Schachblume ist eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Hummelarten im zeitigen Frühjahr. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie regelmäßig von der Waldhummel (Bombus sylvarum) besucht. Auch die Wiesenhummel (Bombus pratorum) nutzt den Nektar der hängenden Glocken intensiv. Zudem fliegen die Erdhummel (Bombus terrestris) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) diese Art an. Da die Pflanze auf der Roten Liste (Kategorie 3) steht, fördert ihre Ansiedlung den Erhalt einer gefährdeten heimischen Art. Durch ihre frühe Blütezeit schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für Insektenköniginnen direkt nach dem Winterschlaf.
Die Schachblume ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebel, giftig sind. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren ist sie daher weniger geeignet. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildpflanzen besteht bei den charakteristisch gemusterten Blüten praktisch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Die Schachblume bevorzugt einen Standort, der ihren natürlichen Bedürfnissen an wechselfeuchten Wiesen entspricht.
Der Boden sollte nährstoffreich sein und besonders im Frühjahr ausreichend Feuchtigkeit speichern können.
Du kannst die Zwiebeln entweder von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November setzen, sofern der Boden offen (frostfrei) ist.
Achte beim Pflanzen auf einen Platz, an dem die Zwiebeln ungestört verwildern können.
Nach der Blüte ist es wichtig, das Laub stehen zu lassen, bis es vergilbt (gelb und welk wird).
Nur so kann die Pflanze Energie in der Zwiebel für das nächste Jahr speichern.
In sehr trockenen Frühjahren ist es ratsam, die Pflanzstelle zusätzlich zu wässern.
Eine Vermehrung findet im Naturgarten meist von selbst durch Brutzwiebeln (kleine Tochterzwiebeln) statt.
Die Schachblume reagiert empfindlich auf Bodenverdichtung, daher sollte die Erde locker bleiben.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche an feuchte Böden und ergänzen sich hervorragend in der frühen Blütezeit.
Die Schachblume (Fritillaria meleagris) wird als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) eingestuft, gilt jedoch in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch. Sie ist dort jedoch selten und wird auf der Roten Liste der gefährdeten Arten in der Kategorie 3 (gefährdet) geführt. Ihr bevorzugter Lebensraum sind wechselfeuchte Wiesen und lichte Auenwälder. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre nach unten hängenden Glockenblüten mit dem markanten Muster aus.
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7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Alexander Erdbeer / Adobe Stock
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