Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis vesicaria
Auch bekannt als: Crepis vesicaria
33
Arten
interagieren
113
Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer den Blasen-Pippau sind die auffallend aufgeblasenen, aeusseren Huellblaetter am Grund der Bluetenkoepfe, die ihm seinen Namen gaben. Mit seinen leuchtend gelben Zungenblueten erinnert er auf den ersten Blick an den Loewenzahn, waechst aber deutlich verzweigter. Fuer deinen Naturgarten ist er eine echte Bereicherung, da er Schmetterlingen wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Oestlichen Scheckenfalter (Melitaea ornata) eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Du machst hier alles richtig, wenn du ihm ein sonniges Plaetzchen goennst, an dem er sich versamen darf. Er ist die perfekte Wahl, um die fruehe Insektenwelt bereits ab April zu unterstuetzen.
Frueher Korbbluetler: Die gelbe Buffet-Eroeffnung fuer seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist der Blasen-Pippau eine zentrale Lebensader fuer seltene Scheckenfalterarten. Besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Oestliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) nutzen ihn intensiv als Nektarpflanze. Auch der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Wanderfalter Amerikanischer Distelfalter (Vanessa virginiensis) profitieren von dem reichen Angebot. Da die Bluetezeit bereits im April beginnt, bietet er Nahrung zu einer Zeit, in der viele andere Wiesenblumen noch im Wachstum sind. Im Spaetsommer dienen die Samen zudem verschiedenen heimischen Finkenvögeln als wertvolle Energiequelle fuer den Winter.
In der Gartenplanung solltest du beachten, dass der Blasen-Pippau laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Der enthaltene Milchsaft kann bei empfindlicher Haut leichte Reizungen verursachen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Korbbluetlern besteht aufgrund der charakteristisch aufgeblasenen Huellblaetter am Bluetenboden kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Waehle einen Standort in der vollen Sonne aus.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was in der Gaertnersprache mässig feucht bedeutet, ohne dass sich Staunaesse bildet.
Als „Mittelzehrer“ benoetigt die Pflanze eine normale Gartenerde mit durchschnittlichem Naehrstoffangebot.
Die beste Pflanzzeit ist im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Vermehrung gelingt am einfachsten durch Aussaat der reifen Samen direkt an Ort und Stelle.
Ein Rueckschnitt ist erst nach der Samenreife im Spätsommer notwendig, damit sich die Pflanze regenerieren kann.
Lass die Bluetenstaende im Winter stehen, da die hohlen Stengel oft Insekten als Winterquartier dienen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist eine ideale Begleiterin. Beide teilen aehnliche Bodenansprueche und verlaengern gemeinsam das Bluetenangebot fuer spezialisierte Schmetterlinge.
Der Blasen-Pippau (Crepis vesicaria) gehoert zur grossen Familie der Korbbluetler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Oesterreich sowie der Schweiz heimisch. Er gilt als Archaeophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingefuehrt wurde) und besiedelt bevorzugt frische Wiesen und Wegraender. Eine morphologische Besonderheit ist der verzweigte Wuchs mit beblaetterten Stengeln, die ihn von einkoepfigen Verwandten unterscheiden. Oekologisch interessant ist seine Bindung an die Arbuskulaere Mykorrhiza (AM), eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose, die der Pflanze hilft, Naehrstoffe effizienter aus dem Boden aufzunehmen.
1 Video zu Blasen-Pippau

22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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