Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunus armeniaca
Auch bekannt als: Marillen, Aprikosen, Marille, Prunus armeniaca ‘Nancy‘, Aprikosenbaum, Malete, Marillenbaum
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Arten
interagieren
29
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Aprikose (Prunus armeniaca) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre zarten, oft schon im März erscheinenden weiß-rosa Blüten sitzen einzeln an den dunklen Zweigen, noch bevor die herzförmigen Blätter austreiben. Für deinen Naturgarten ist sie ein Gewinn, da sie frühen Bestäubern wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) eine erste wichtige Nahrungsquelle bietet. Zudem dient sie als wertvolle Raupenfutterpflanze für den Brillenvogel (Diloba caeruleocephala). Wenn du einen sonnigen, geschützten Platz hast, förderst du mit diesem Baum die Artenvielfalt und kannst im Sommer eigene Früchte genießen.
Früher Frühlingsbote und wertvolle Kinderstube für den seltenen Brillenvogel.
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Die Aprikose ist ein Magnet für spezialisierte Falter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Baumweißling (Aporia crataegi) von ihrem Nektarangebot. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle als Raupenfutterpflanze für den Brillenvogel (Diloba caeruleocephala). Auch seltenere Insekten wie die Vierpunktameise (Dolichoderus quadripunctatus) oder der Ungleiche Holzbohrer (Xyleborus dispar) nutzen den Baum als Lebensraum. Durch ihre extrem frühe Blütezeit schließt sie eine kritische Nahrungslücke im Vorfrühling.
Prunus armeniaca (Kirschlorbeer) gilt als giftig. Giftige Teile: Blaetter, Samen (Steine). Wirkstoff: Blausaeurehaltige Verbindungen (Amygdalin, Prunasin). Bei Verdacht auf Vergiftung: Giftnotruf: 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
4.21 m
Wähle einen vollsonnigen, windgeschützten Standort, damit die frühen Blüten vor Spätfrösten geschützt sind.
Der Boden sollte durchlässig und nicht zu Staunässe (Anstauung von Wasser im Wurzelbereich) neigen.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Achte beim Einpflanzen darauf, die Veredelungsstelle über der Erdoberfläche zu belassen.
Da der Baum die AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) nutzt, verzichte auf chemische Bodenhilfsstoffe.
Eine Düngung mit reifem Kompost im zeitigen Frühjahr unterstützt die Vitalität.
Ein vorsichtiger Rückschnitt sollte direkt nach der Ernte im Spätsommer erfolgen.
Gute Partnerin: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) eignet sich hervorragend als heimischer Bodendecker unter dem Baum, da sie ähnliche Lichtverhältnisse schätzt und den Boden feucht hält.
Die Aprikose gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist ein klassisches Steinobstgehölz der Gattung Prunus. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie weit verbreitet, wobei sie besonders in Weinbauregionen mit mildem Klima gedeiht. Man erkennt sie an ihrer rundlichen Krone und der rissigen, dunkelbraunen Rinde im Alter. Die Blätter sind breit-eiförmig bis herzförmig und am Rand fein gezähnt. Im Boden geht sie eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen ein, die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) genannt wird und die Nährstoffaufnahme verbessert.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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