Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthoxanthum odoratum
Auch bekannt als: Wohlriechendes Ruchgras, Ruchgras, Geruchgras, Gewöhnliches Ruchgras
Artengruppe
25
Arten
interagieren
26
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinem charakteristischen Duft nach frisch gemähtem Heu lässt sich das Gewöhnliche Ruchgras sofort erkennen. Die gelblich-grünen Ährenrispen (kompakte Blütenstände an der Halmspitze) fallen in einer naturnahen Wiese schon ab April auf. Für deinen Garten ist es ein Gewinn, da es als wichtige Raupenfutterpflanze für die Weißpunkt-Graseule (Mythimna turca) und die Schwarze Glanzeule (Aporophyla nigra) dient. Auch kleine Nützlinge wie der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer finden hier einen Lebensraum. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die echte Wiesen-Atmosphäre verbreitet, liegst du mit diesem Gras genau richtig.
Der Duft des Sommers: Heimat für die Weißpunkt-Graseule und Käfervielfalt.
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In der ökologischen Gartenkultur spielt dieses Gras eine unterschätzte Rolle. Es ist die Lebensgrundlage für die Raupen der Weißpunkt-Graseule (Mythimna turca) und der Schwarzen Glanzeule (Aporophyla nigra). Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen verschiedene Käferarten die Blütenstände, darunter der Erz-Kanalläufer (Amara aenea) und das Getreidehähnchen (Oulema gallaeciana). Auch der Schwarzglänzende Schnellläufer (Agonum muelleri) und der Schnellkäfer Hemicrepidius hirtus nutzen das Gras als Lebensraum. Im Winter bieten die verbliebenen Samenstände eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Vögel.
Bitte beachte, dass das Gewöhnliche Ruchgras laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Der enthaltene Stoff Cumarin kann bei Aufnahme größerer Mengen gesundheitlich bedenklich sein. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht jedoch innerhalb der Gräserfamilie bei uns nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Das Ruchgras ist ein genügsamer Gartenbewohner, der am besten an sonnigen bis halbschattigen Plätzen gedeiht.
Standort: Wähle einen hellen Platz in deinem Garten.
Boden: Es bevorzugt eher nährstoffarme, kalkarme Böden, kommt aber mit normaler Gartenerde gut zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst das Gras im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November setzen, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Dünger ist nicht notwendig, da das Gras an magere Bedingungen angepasst ist.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich an geeigneten Stellen selbst aus, was für eine natürliche Wiesenoptik sorgt.
Rückschnitt: Schneide die Halme erst im Spätwinter zurück, damit Insekten darin überwintern können.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare).
Begründung: Beide Arten teilen sich denselben Lebensraum auf ökologisch wertvollen Magerwiesen und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Gewöhnliche Ruchgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Es besiedelt typischerweise Magerwiesen (nährstoffarme Grasländer) und lichte Waldränder. Ein besonderes Merkmal ist der Inhaltsstoff Cumarin, der beim Welken den typischen Heugeruch freisetzt. Die Pflanze wächst ausdauernd in dichten Horsten (büschelartiger Wuchs) und erreicht Wuchshöhen zwischen 20 und 50 Zentimetern.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
18 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →