Erfahre, wie du im Mai eine sichere Insektentränke baust. Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Moos und Steinen für Wildbienen und Schmetterlinge am Teichrand.
Im Mai erlebt die Natur den sogenannten Vegetationssprung. Während Pflanzen wie die Rote Lichtnelke (Silene dioica) und die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) nun massiv aufblühen und Nektar liefern, steigt auch der Wasserbedarf der Insekten. Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) benötigt Wasser zur Kühlung des Stocks, während solitäre Wildbienen wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) feuchten Lehm oder Wasser für den Nestbau ihrer Brutröhren verwenden.
Ein klassischer Gartenteich ist für viele kleine Insekten oft lebensgefährlich. Steile Uferwände oder glatte Oberflächen führen dazu, dass Tiere wie die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) abrutschen und im kühlen Wasser verenden. Eine gezielte Landestelle am Teichrand oder eine separate Schale entschärft diese Gefahr. In unmittelbarer Nähe profitieren auch Amphibien wie die Erdkröte (Bufo bufo (Linnaeus, 1758)) oder der Grasfrosch (Rana temporaria Linnaeus, 1758) von einer durchdachten Ufergestaltung, da sie dort Schutz und Feuchtigkeit finden.
Bei der Auswahl der Materialien solltest du auf natürliche, unbehandelte Stoffe setzen. Insekten bevorzugen Oberflächen, die sich schnell erwärmen und einen sicheren Halt bieten.
| Material | Funktion | Vorteil |
|---|---|---|
| Flusskiesel | Landeplatz | Speichern Wärme, bieten stabilen Stand |
| Moospolster | Docht-Effekt | Saugen Wasser auf, halten Oberfläche feucht |
| Sand / Lehm | Baustoff | Materialquelle für den Nestbau von Wildbienen |
| Holz (unbehandelt) | Schwimminsel | Naturgetreue Ästhetik, wird von Käfern geschätzt |
1. Den Standort wählen Platziere die Tränke an einem sonnigen, aber windgeschützten Ort. Bestäuber sind wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur von der Umgebung abhängt. Ein Platz in der Nähe von nektarreichen Pflanzen wie dem Gelben Fingerhut (Digitalis lutea subsp. lutea) ist ideal, da die Wege zwischen Nahrungs- und Wasserquelle kurz bleiben.
2. Das Gefäß oder die Uferzone vorbereiten Falls du keine flache Uferzone am Teich hast, nutze eine flache Tonschale. Achte darauf, keinen Torf oder synthetische Substrate zu verwenden. Fülle den Boden mit einer dünnen Schicht gewaschenem Sand oder feinem Kies auf.
3. Landeinseln schaffen Setze größere Steine so in das Wasser, dass sie zur Hälfte aus dem Wasserspiegel ragen. Diese dienen als trockene Landeplätze. Lege Moospolster (beispielsweise aus der Gattung Leucobryum) auf einige Steine. Das Moos zieht durch Kapillarkräfte (Aufsteigen von Flüssigkeiten in engen Hohlräumen) Wasser nach oben, sodass Insekten wie der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) direkt auf dem feuchten Polster sitzen und trinken können, ohne mit dem offenen Wasser in Kontakt zu kommen.
4. Vegetation integrieren Um den Bereich attraktiv zu gestalten, kannst du am Rand der Tränke heimische Pflanzen setzen. Die Goldnessel (Lamium galeobdolon) bietet durch ihren dichten Wuchs zusätzliche Deckung vor Fressfeinden und stabilisiert das Mikroklima durch Verdunstungskälte.
Durch diese einfachen Maßnahmen verwandelst du deinen Garten im Mai in eine lebenswichtige Oase. Es geht nicht nur um das bloße Überleben der Tiere, sondern um die Stärkung der gesamten Biodiversität (Vielfalt des Lebens) in deinem direkten Umfeld.
Regenwasser ist ideal, da es kalkarm ist. Falls du Leitungswasser nutzt, lass es einen Tag abstehen, damit sich eventuelle Zusätze verflüchtigen können.
Kontrolliere sie wöchentlich. Bei Algenbildung oder Verschmutzung durch Kot reicht das Abschrubben mit klarem Wasser ohne Chemie völlig aus.
Insekten können Oberflächenspannung oft nicht überwinden und haben auf glatten Rändern keinen Halt. Ohne flache Ausstiege wie Moos oder Steine gehen sie unter.
Wähle einen sonnigen, windgeschützten Platz. Insekten sind wechselwarm und benötigen Wärme, um aktiv fliegen und trinken zu können.
Hauptartikel: Naturgarten im Mai: Vegetationssprung und Artenschutz am Teich
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