Erdkröten im Garten ansiedeln: Tipps & Tricks für einen naturnahen Garten. Wie du Amphibien schützt, förderst und was sie zum Leben brauchen. Jetzt lesen!




Erdkröten (Bufo bufo) sind nicht nur faszinierende Tiere, sondern auch äußerst nützliche Helfer im Garten. Als Insektenfresser vertilgen sie eine Vielzahl von Schädlingen wie Schnecken, Käfer und Raupen. Durch ihre Anwesenheit kann der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln reduziert oder sogar ganz vermieden werden. Das ist gut für die Umwelt und spart dir Arbeit.
Darüber hinaus sind Erdkröten ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts. Sie dienen selbst als Nahrungsgrundlage für andere Tiere wie Vögel oder Igel. Indem du Erdkröten in deinem Garten ansiedelst und förderst, trägst du aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
Erdkröten sind anspruchsvolle Tiere, die bestimmte Lebensraumansprüche haben. Um sich in deinem Garten wohlzufühlen und langfristig anzusiedeln, benötigen sie:
| Pflanzenart | Standort | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Natternkopf (Echium vulgare) | Sonnig bis halbschattig | Bietet Nahrung für zahlreiche Insekten, ist aber giftig. |
| Gelbweiße Strohblume (Helichrysum luteoalbum) | Sonnig | Trockenheitsverträglich, duftend. |
| Sumpfdotterblume (Caltha palustris) | Feucht, halbschattig | Frühlingsblüher, bietet frühe Nahrungsquelle für Insekten. |
| Wasserminze (Mentha aquatica) | Feucht, sonnig | Duftend, zieht Insekten an. |
| Blutweiderich (Lythrum salicaria) | Feucht, sonnig | Lange Blütezeit, bietet Nahrung für zahlreiche Insekten. |
| Bachbunge (Veronica beccabunga) | Feucht, halbschattig | Bildet dichte Polster, bietet Versteckmöglichkeiten für kleine Tiere. |
Einige invasive Neophyten (eingeschleppte Pflanzenarten) können den Lebensraum von Erdkröten beeinträchtigen. Beispielsweise können dichte Bestände von Neubelgische Aster (Artengruppe) (Symphyotrichum novi-belgii agg.) einheimische Pflanzen verdrängen und somit das Nahrungsangebot für Insekten und Erdkröten reduzieren. Es ist daher ratsam, die Ausbreitung invasiver Neophyten im Garten zu kontrollieren und gegebenenfalls zu entfernen. Achte aber darauf, dass du dabei nicht die Verstecke der Erdkröten zerstörst.
Ja, ihr Hautsekret ist giftig. Kontakt mit Augen/Schleimhäuten vermeiden. Ansonsten ungefährlich.
Ja, Erdkröten sind prima Schneckenjäger und helfen, den Befall zu reduzieren.
In der Natur können Erdkröten bis zu 12 Jahre alt werden.
Bringe sie zu einem Tierarzt mit Reptilien-Erfahrung oder zu einer Wildtierhilfe.
Nein, das ist meist verboten, da sie unter Schutz stehen. Sie finden auch schwer einen neuen Lebensraum.
Biete deiner Katze Alternativen und halte sie von den Kröten-Verstecken fern.
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