Bild folgtKI-generierte IllustrationHelichrysum luteoalbum
Auch bekannt als: Gelbweißes Scheinruhrkraut, Helichrysum luteoalbum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu übersehen: Die Gelbweiße Strohblume verrät sich durch ihre weißfilzige Behaarung und die hellgelben, fast strohigen Blütenstände. In unseren Gärten ist sie ein seltener Gast, dabei ist sie als Art der Roten Liste (Stufe 2, stark gefährdet) auf unsere Hilfe angewiesen. Besonders der Braunfleckige Perlmutterfalter (Boloria selene) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) profitieren von ihrem Nektarangebot. Mit dieser Pflanze holst du dir ein echtes Stück schützenswerter Natur in dein Beet. Du wirst staunen, wie viel Leben sie auf kargen Flächen anzieht.
Rote-Liste-Schönheit: Ein seltener Rettungsanker für gefährdete Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Strohblume ein wichtiger Nektarspender für spezialisierte Tagfalter. Zu den Besuchern zählen seltene Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Braunfleckige Perlmutterfalter (Boloria selene). Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen die Pflanze regelmäßig. Da sie auf der Roten Liste steht, fungiert jede Gartenpopulation als wertvolles Trittsteinbiotom (vernetzender Lebensraum für Tiere). Die dichten Blütenstände bieten zudem kleinen Wildbienen eine verlässliche Nahrungsquelle. Im Winter dienen die stehengelassenen Stängel als wichtiger Zufluchtsort für überwinternde Insekten.
Die Pflanze wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie keine hochgiftigen Inhaltsstoffe besitzt, sollten Kleinkinder die stark behaarten Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen heimischen Arten besteht aufgrund des spezifischen weißen Filzes und der strohigen Blütenform praktisch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Nov
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Wähle einen vollsonnigen Platz mit magerem (nährstoffarmem) und sandigem Boden.
Da die Art eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Pflanzenwurzel) eingeht, verzichte unbedingt auf Kunstdünger.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden offen und durchlässig bleibt, da sie Konkurrenz durch Gräser kaum verträgt.
Gießen musst du nur in extremen Trockenphasen während der ersten Anwachswochen.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht nötig; lass die Triebe als Winterschutz stehen.
Die Vermehrung erfolgt am besten über die Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen im Garten.
Gute Partnerin: Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium).
Beide Arten teilen die Vorliebe für sandige Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem silbrigen Erscheinungsbild.
Die Gelbweiße Strohblume (Helichrysum luteoalbum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland und Österreich gilt sie als indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss zu uns kam). Sie besiedelt bevorzugt Pionierstandorte (frisch entstandene, vegetationsarme Lebensräume) auf sandigen oder wechselfeuchten Böden. Charakteristisch ist die dichte, wollige Behaarung, die als Verdunstungsschutz an sonnigen Standorten dient.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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