Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia tetrasperma
Auch bekannt als: Viersamige Wicke
Artengruppe
12
Arten
interagieren
27
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Viersamige Wicke (Vicia tetrasperma) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie fällt durch ihre äußerst zarten, blass-violetten Schmetterlingsblüten und die namensgebenden, meist vier Samen in den kleinen, glatten Hülsen auf. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) bereichert sie unsere Natur bereits seit Jahrhunderten. Im Naturgarten ist sie eine wichtige Nektarquelle für die Steinhummel (Bombus lapidarius) und die Veränderliche Hummel (Bombus humilis). Zudem dient sie dem Klee-Bläuling (Cyaniris semiargus) als lebensnotwendige Futterpflanze. Wenn du eine unaufdringliche Kletterkünstlerin für deine Gartenränder suchst, ist diese Wildpflanze genau die richtige Wahl. Achte im Frühling einfach mal auf die feinen Ranken an den Wegrändern.
Zarte Kletterkünstlerin: Die wichtigste Kinderstube für den Klee-Bläuling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Viersamige Wicke eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Insektenarten. Besonders die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) nutzen das Nektarangebot während der Blütezeit von April bis Juni. Auch kleinere Wildbienen wie die Gewöhnliche Goldfurchenbiene (Halictus tumulorum) lassen sich regelmäßig an den Blüten beobachten. Für den Klee-Bläuling (Cyaniris semiargus) stellt die Pflanze eine essenzielle Nahrungsgrundlage dar. Die reifenden Samen sind zudem eine wertvolle Futterquelle für Vögel im späteren Jahresverlauf. Durch die Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln trägt sie außerdem zur natürlichen Stickstoffanreicherung deines Gartenbodens bei.
Die Viersamige Wicke ist nicht kindersicher, da ihre Samen Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte daher darauf, dass vor allem kleine Kinder keine Pflanzenteile oder Hülsen in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der feinen Hülsen und Ranken kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Standort: Wähle für die Viersamige Wicke einen Platz im Halbschatten (halbtägige Besonnung).
Feuchtigkeit: Sie gedeiht am besten auf frischen (mäßig feuchten) Standorten.
Boden: Ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt normalen, durchschnittlich versorgten Gartenboden.
Pflanzzeit: Du kannst die Wicke im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen oder setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da die Pflanze einjährig ist, benötigt sie keinen Rückschnitt; sie erhält sich durch Selbstaussaat von selbst.
Vermehrung: Lass die Hülsen im Sommer ausreifen, damit die Samen für das nächste Jahr in den Boden fallen können.
Winter: Die abgestorbenen Triebe kannst du über den Winter stehen lassen, da sie Schutz für Kleintiere bieten.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Nachbarin ist die Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis).
Ökologische Begründung: Beide Arten sind einheimisch und teilen sich den Anspruch an frische, normale Böden, wobei sie sich gegenseitig mechanischen Halt beim Klettern geben.
Die Viersamige Wicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales) eingeordnet. In Mitteleuropa ist sie weit verbreitet und besiedelt typischerweise frische Äcker, Brachen oder Gebüschsäume. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihre fadenförmigen Ranken und die schmalen Fiederblätter (aus mehreren kleinen Blättchen zusammengesetzte Blätter) aus. Ein sicheres Erkennungsmerkmal sind die meist vier einsamen Samen in der Hülsenfrucht, was sie von verwandten Arten unterscheidet.
1 Video zu Viersamige Wicke (Artengruppe)

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →