Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia parviflora
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren zierlich-filigranen, blassvioletten Blüten und den gefiederten Blättern mit feinen Ranken lässt sich die Zierliche Wicke (Vicia parviflora) sofort erkennen. Sie ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie als Leguminose (Hülsenfrüchtler) den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff anreichert. Von ihrem Nektarangebot profitieren spezialisierte Besucher wie die Atlantische Sandbiene (Andrena nigroaenea) oder die Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum). Wenn du eine unaufdringliche Wildpflanze suchst, die ökologische Lücken füllt, machst du mit ihr alles richtig.
Filigraner Bodenverbesserer: Ein Magnet für die seltene Atlantische Sandbiene.
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Die Zierliche Wicke ist eine wichtige Tankstelle für verschiedene Bestäuber. Zu den regelmäßigen Gästen zählen die Honigbiene (Apis mellifera) sowie Wildbienenarten wie die Steinhummel (Bombus lapidarius) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum). Besonders wertvoll ist sie als Nahrungsquelle für die Atlantische Sandbiene (Andrena nigroaenea). Durch die Bindung von Stickstoff über Knöllchenbakterien an den Wurzeln verbessert sie zudem die Bodenqualität für nachfolgende Pflanzengenerationen. Im Winter bieten die stehengelassenen Triebe Schutz für Kleinstlebewesen.
Die Zierliche Wicke ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Wickenarten können die Samen bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen. Achte daher besonders bei kleinen Kindern und Haustieren darauf, dass die Pflanzenteile nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, also weder staunass noch völlig austrocknend.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine zusätzlichen Düngergaben.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und nützlichen Bodenpilzen) eingeht, profitiert sie von einem belebten Boden.
Unterstütze ihren kletternden Wuchs durch benachbarte, stabilere Halme in einer Wildblumenwiese.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat der kleinen Hülsenfrüchte.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und die Schafgarbe bietet den feinen Ranken der Wicke einen natürlichen Halt.
Die Zierliche Wicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonnigen Standorten auf mäßig feuchten, normalen Gartenböden. Da sie auf der Roten Liste Deutschlands geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz.
1 Video zu Zierliche Wicke

9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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