
Salvia glutinosa
Auch bekannt als: Klebriger Salbei
11
Arten
interagieren
207
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Kleb-Salbei (Salvia glutinosa) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die blassgelben Lippenblüten mit ihrer braunen Punktierung und die auffällig klebrigen, drüsigen Stängel sind absolut charakteristisch. In deinem Naturgarten ist er ein wertvoller Problemlöser für schattige Ecken, wo er von Mai bis September verlässlich blüht. Davon profitieren vor allem die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) und die Heidehummel (Bombus humilis), die hier reichlich Nektar finden. Wenn du einen feuchten Platz am Gehölzrand hast, machst du mit dieser heimischen Staude alles richtig.
Blassgelbes Leuchten im Schatten: Die wichtigste Tankstelle für die Wald-Pelzbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Kleb-Salbei eine herausragende Nahrungsquelle für Waldtiere. Besonders die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) und die Heidehummel (Bombus humilis) sind auf das Nektarangebot angewiesen. Auch das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) lässt sich an den gelben Blüten beim Nektarsaugen beobachten. Da die Blütezeit von Mai bis in den September reicht, überbrückt die Pflanze die oft nahrungsarme Zeit im Hochsommer. Die Samenstände bieten im Herbst und Winter zudem eine Struktur für verschiedene Kleinstlebewesen.
Der Kleb-Salbei wird als nicht kindersicher eingestuft, da die klebrigen Sekrete der Drüsenhaare bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen können und die Pflanze nicht für den Verzehr vorgesehen ist. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten. Die Pflanze ist für einen Ziergarten unbedenklich, sofern man sie nicht als Küchenkraut verwendet.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.54 m
Standort: Wähle einen Platz im Schatten, da die Pflanze direkte Mittagssonne meidet.
Boden: Der Kleb-Salbei ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen fetten (nährstoffreichen), humosen Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein; längere Trockenheit verträgt die Art nicht gut.
Pflanzzeit: Setze die Staude am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Pflege: Eine Gabe Kompost im Frühjahr unterstützt das Wachstum optimal.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an zusagenden Standorten selbst oder kann durch Teilung des Wurzelstocks vermehrt werden.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) – beide teilen die Vorliebe für kühle, frische Waldstandorte und fördern ähnliche Bestäuber.
Rückschnitt: Schneide die Triebe erst im Spätwinter zurück, um die Samenstände als Winteraspekt zu erhalten.
Der Kleb-Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Er besiedelt natürlicherweise krautreiche Bergmischwälder und schattige Waldsäume auf nährstoffreichen Böden. Botanisch zeichnet er sich durch seine herz-pfeilförmigen Blätter und die drüsige Behaarung aus, die ein klebriges Sekret absondert. Diese mehrjährige Staude erreicht oft stattliche Höhen und bildet durch ihren Horst (büschelartiger Wuchs) dichte Bestände im Unterholz.
2 Videos zu Kleb-Salbei


10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Orest Lyzhechka / Adobe Stock
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