Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus gerstaeckeri Morawitz, 1881
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Auffällig ist die extrem enge Bindung dieser Hummel an den Eisenhut, an dessen Blüten du sie fast ausschließlich beobachten kannst. Gerstaeckers Hummel (*Bombus gerstaeckeri*) bringt pro Jahr eine Generation hervor, wobei die Flugzeit erst spät im Hochsommer beginnt. Da die Art erst ab Juli aktiv wird, besucht sie im Frühling keine Pflanzen; ihre gesamte Entwicklung konzentriert sich auf die Monate Juli bis September. Im Sommer und frühen Herbst sammelt sie Pollen und Nektar am Gelben Eisenhut (*Aconitum vulparia*) sowie am Blauen Eisenhut (*Aconitum napellus subsp. lobelii*). Die Larven im Nest werden gezielt mit dem Pollen dieser Eisenhut-Arten gefüttert. Als zusätzliche Nektarquellen dienen der Klebrige Salbei (*Salvia glutinosa*) und der Schwalbenwurz-Enzian (*Gentiana asclepiadea*). Die begatteten Jungköniginnen überwintern in einer Kältestarre (Zustand stark verlangsamten Stoffwechsels) in frostsicheren Erdlöchern oder unter Moos. Du kannst diese spezialisierte Art fördern, indem du in kühleren, schattigen Gartenbereichen heimische Eisenhut-Arten und den Klebrigen Salbei anpflanzt.
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Diese Hummelart ist völlig harmlos und verhält sich gegenüber Gartenbesitzern äußerst friedlich. Da sie gesetzlich streng geschützt ist und sehr spezielle Lebensraumansprüche hat, sollte man sie lediglich aus der Distanz beobachten und keinesfalls einfangen.
Gerstaeckers Hummel gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt als hochgradig spezialisiert, was sie ökologisch besonders verwundbar macht. Das Tier ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und besetzt eine Nische an giftigen Hahnenfußgewächsen. In der Region ist sie vor allem in montanen (bergigen) Gebieten zu finden, wo ihre spezifischen Trachtpflanzen natürlich vorkommen.
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11 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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