Bild folgtKI-generierte IllustrationPopulus balsamifera
Auch bekannt als: Balsam-Pappel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren im Frühjahr stark duftenden, klebrigen Knospen lässt sich die Balsam-Pappel (Populus balsamifera) sofort erkennen. In deinem Garten bietet dieser stattliche Baum wertvollen Lebensraum für spezialisierte Nachtfalter, deren Raupen auf das Laub angewiesen sind. Besonders die Violett-Gelbe Herbsteule (Xanthia togata) und der Pappel-Zahnspinner (Pheosia tremula) finden hier ein sicheres Zuhause. Da sie sehr schnell wächst, spendet sie rasch Struktur und natürlichen Sichtschutz. Wenn du über ausreichend Platz verfügst, holst du dir mit ihr einen ökologisch wertvollen Charakterbaum direkt vor die Haustür.
Duftender Schnellwachser und Kinderstube für den Pappel-Zahnspinner.
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Dieser Baum ist eine unverzichtbare Kinderstube für heimische Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient er als wichtige Raupenfutterpflanze für den Kleinen Gabelschwanz (Furcula bifida), die Woll-Rindeneule (Acronicta leporina) und den Ringelspinner (Malacosoma neustria). Auch die Pappel-Kätzcheneule (Orthosia populeti) und der Heidelbeer-Palpenspanner (Pachycnemia hippocastanaria) sind auf diesen Baum angewiesen. Die im Frühjahr erscheinenden Blütenkätzchen locken zudem spezialisierte Insekten an, während die flauschigen Samen im Frühsommer von Vögeln für den Nestbau gesammelt werden.
Die Balsam-Pappel gilt als nicht kindersicher, da das klebrige Harz der Knospen bei direktem Hautkontakt Reizungen auslösen kann. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten. Achte darauf, dass Kinder die klebrigen Knospen im Frühling nicht in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
18.34 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit der Baum seine volle Krone entwickeln kann.
Boden: Er bevorzugt tiefgründige, feuchte Erde; normale Gartenerde reicht aus, sofern sie nicht völlig austrocknet.
Pflanzzeit: Setze die Pappel idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Platzbedarf: Bedenke die Endgröße und halte genügend Abstand zu Gebäuden, da die Wurzeln sehr kräftig und ausladend wachsen.
Pflege: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei ausreichend Platz nicht nötig, kann aber im Spätwinter zur Formgebung erfolgen.
Vermehrung: Die Pflanze lässt sich leicht durch Steckhölzer (holzige Zweigstücke, die man direkt in die Erde steckt) vermehren.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Blutweiderich (Lythrum salicaria) am Stammfuß. Beide schätzen feuchte Bodenverhältnisse und bilden zusammen ein stabiles Kleinekofasystem für Insekten.
Die Balsam-Pappel (Populus balsamifera) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in Österreich heimisch. Du erkennst sie an ihrem aufrechten Wuchs und den wechselständig (versetzt am Zweig angeordneten), herzförmigen Blättern, die unterseits oft weißlich-silbrig schimmern. Als Pionierbaum (eine Art, die als erste neue Lebensräume besiedelt) bevorzugt sie feuchte Standorte und wächst deutlich schneller als die meisten anderen Laubgehölze der Region.
37 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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