Bild folgtKI-generierte IllustrationPopulus alba
Auch bekannt als: Silberpappel, Weißpappel, peuplier blanc, Silber-Pappel, Weiß-Pappel
Artengruppe
27
Arten
interagieren
33
Interaktionen
dokumentiert
15
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Silber-Pappel durch ihre markante, fast weiße Borke und die silbrig-weiß filzigen Unterseiten ihrer Blätter auf. Dieser stattliche Baum ist ein wahrer ökologischer Ankerpunkt in der Landschaft und bietet spezialisierten Insekten wie dem Großen Schillerfalter (Apatura iris) eine lebensnotwendige Heimat. Auch Vögel wie der Mittelspecht (Dendrocoptes medius) nutzen das Holz und die Krone gerne als Lebensraum. Wenn du in deinem Garten ausreichend Platz für ein großes Gehölz hast, kannst du mit diesem Baum ein echtes Biotop schaffen. Du tust damit aktiv etwas für den Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt.
Silberglanz im Garten: Ein majestätisches Zuhause für den Großen Schillerfalter.
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Die Silber-Pappel ist eine bedeutende Raupenfutterpflanze für seltene Nachtfalter wie das Rote Ordensband (Catocala nupta) und die Tethea ocularis. Auch die Raupen des Großen Schillerfalters (Apatura iris) und der Ipimorpha subtusa sind auf sie angewiesen. Für Vögel bietet der Baum reichlich Nahrung und Struktur; der Mittelspecht (Dendrocoptes medius) sucht in der groben Rinde nach Insekten, während der Halsbandsittich (Psittacula krameri) die Krone nutzt. Besucht wird der Baum zudem vom Großen Fuchs (Nymphalis polychloros), einem farbenprächtigen Edelfalter. Da sie früh im Jahr zwischen März und April blüht, stellt sie eine wichtige Ressource nach dem Winter dar.
Die Silber-Pappel wird nach aktuellen Daten als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt weniger an einer akuten Giftigkeit, sondern vielmehr an der Bruchanfälligkeit des weichen Holzes bei alten Bäumen und der starken Bildung von Samenwolle, die allergische Reaktionen reizen kann. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
27.37 m
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtverhältnisse zwischen vollem Licht und Schatten).
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, damit die Pappel gut anwachsen kann.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normaler, guter Gartenerde wunderbar zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden frostfrei ist.
Beachte beim Pflanzen den enormen Platzbedarf, da der Baum sehr groß und ausladend wird.
Eine Vermehrung ist über Steckholz (bewurzelte Zweigstücke) im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Achte darauf, den Wurzelraum nicht zu stark zu verdichten, da dies die Vitalität beeinträchtigen kann.
Schnittmaßnahmen sind meist nicht nötig, können aber zur Formgebung im Spätwinter erfolgen.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum) – beide teilen die Vorliebe für frische Standorte und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Gartenbereich mit Gehölzrand-Charakter.
Die Silber-Pappel (Populus alba) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) in der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde). Ihr natürlicher Lebensraum sind Auenwälder (Wälder an Flussläufen), wo sie auf frischen Böden gedeiht. Markant ist ihre heterophylle (verschiedengestaltige) Belaubung mit gelappten Langtriebblättern und eher rundlichen Kurztriebblättern.
15 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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