Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa pratensis
Auch bekannt als: Wiesenrispe, Gewöhnliches Wiesen-Rispengras, Wiesenrispengras, Poa pratensis
Artengruppe
28
Arten
interagieren
32
Interaktionen
dokumentiert
6
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch fuer das Wiesen-Rispengras (Poa pratensis) sind seine pyramidenfoermigen Bluetenstaende und die Blätter mit ihrer charakteristischen kahngriffigen Spitze, die wie ein winziger Bootsbug aussieht. Als ausdauerndes Gras bildet es durch unterirdische Auslaeufer dichte, trittfeste Rasen, die als wichtiges Fundament in jedem Naturgarten dienen. Es ist eine unverzichtbare Futterquelle fuer spezialisierte Insekten wie den seltenen Tagfalter Bacchantin (Lopinga achine) oder das Grosse Getreidehaehnchen (Oulema melanopus). Wenn du eine robuste Flaeche suchst, die ökologisch wertvoll und gleichzeitig belastbar ist, machst du mit dieser Art alles richtig. Schaffe damit einen Lebensraum, der weit ueber eine reine Gruenflaeche hinausgeht.
Trittfestes Naturtalent und lebensnotwendige Kinderstube fuer seltene Falter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieses Gras ein wichtiger Lebensraum fuer spezialisierte Kaefer und Schmetterlinge. Der Sechzehnfleckige Kugelmarienkaefer (Tytthaspis sedecimpunctata) sucht hier nach Nahrung, waehrend das Grosse Getreidehaehnchen (Oulema melanopus) die Blaetter nutzt. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung als Raupenfutterpflanze fuer den Falter Bacchantin (Lopinga achine). Auch der Kaefer Hemicrepidius hirtus ist eng an diesen Lebensraum gebunden. Im Winter dienen die Samenstaende als wertvolle Energiequelle fuer heimische Singvoegel, die die Koerner aus den trockenen Rispen picken.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Standort: Waehle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Art ist ein Mittelzehrer (kommt mit normalem, durchschnittlich versorgtem Gartenboden bestens zurecht).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (maessig feucht) sein; Staunaesse ist zu vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst das Gras im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November ausbringen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Es ist sehr regenerationsfaehig und vertraegt regelmaessiges Maehen, kann aber in einer Wildblumenwiese auch ungestoert ausblueten.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich selbststaendig ueber unterirdische Auslaeufer und bildet so geschlossene Grasnarben.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist der Rot-Klee (Trifolium pratense). Da der Klee als Leguminose Stickstoff im Boden anreichert, unterstuetzt er das Wachstum des Rispengrases auf ganz natuerliche Weise, waehrend beide aehnliche Ansprueche an Licht und Feuchtigkeit haben.
Das Wiesen-Rispengras ist ein heimisches Suessgras (Poaceae), das in ganz Deutschland, Oesterreich und der Schweiz auf Wiesen und Weiden vorkommt. Es gilt als Indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archaeophyt (alteingebuergerte Art) und ist oekologisch sehr anpassungsfaehig. Eine Besonderheit ist seine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Arbuskulaeren Mykorrhizapilzen), die ihm hilft, Naehrstoffe effizient aus dem Boden zu loesen. Die Pflanze waechst ausdauernd und erreicht durch ihre Kriechtriebe eine hohe Standfestigkeit im Boden.
3 Videos zu Wiesen-Rispengras (Artengruppe)



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
19 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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