Bild folgtKI-generierte IllustrationOulema melanopus (Linnaeus, 1761)
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Du erkennst das Große Getreidehähnchen (Oulema melanopus) an seinem leuchtend roten Halsschild, der einen starken Kontrast zu den metallisch blau oder grün glänzenden Flügeldecken bildet. Dieser etwa fünf bis sechs Millimeter kleine Blattkäfer bringt pro Jahr eine einzige Generation hervor. Im Frühjahr suchen die Käfer gezielt Gräser wie das Wiesen-Rispengras (Poa pratensis) oder den Ausdauernden Lolch (Lolium perenne) auf. Dort legen die Weibchen ihre gelblichen Eier einzeln auf die Blattoberseiten ab. Die Larven sind besonders auffällig: Sie hüllen sich zum Schutz vor Fressfeinden in ihre eigenen Exkremente ein und ähneln dadurch kleinen, dunklen Schnecken. Als Nahrung dienen ihnen verschiedene Süßgräser wie der Raubblättrige Schwingel (Festuca trachyphylla) oder die Dach-Trespe (Bromus tectorum). Im Sommer findet man die erwachsenen Käfer oft auf Weichweizen (Triticum aestivum) oder Mais (Zea mays). Den Winter überdauert das Tier in einer Kältestarre (Zustand reduzierten Stoffwechsels) an geschützten Stellen in der Bodenstreu oder in dichten Grasbüscheln. Wenn du die Art im Garten fördern möchtest, solltest du heimische Gräser wie die Roggen-Trespe (Bromus secalinus) stehen lassen. Verzichte auf den Einsatz von Insektiziden, um diesen interessanten Gartenbewohner zu bewahren.
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Das Tier ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, da es weder beißt noch sticht. Es unterliegt keinem besonderen Schutzstatus, ist aber ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette. Du kannst den Käfer ohne Bedenken beobachten oder vorsichtig auf ein anderes Blatt setzen.
Das Große Getreidehähnchen (Oulema melanopus) gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) in der Ordnung der Käfer. Die Art ist in ganz Mitteleuropa, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz, weit verbreitet und besiedelt offene Graslandschaften sowie Gärten. Mit einer Körperlänge von 5 bis 6 Millimetern gehört es zu den kleineren Käferarten, fällt jedoch durch die markante Farbkombination aus rotem Halsschild und dunklen Beinen auf. Die Larven leben frei auf den Wirtspflanzen und sind durch ihre schleimige Kot-Hülle vor dem Austrocknen und vor Feinden getarnt.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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