Bild folgtKI-generierte IllustrationPetrorhagia saxifraga
Auch bekannt als: Petrorhagia saxifraga
40
Arten
interagieren
141
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die zarten, blassrosa bis weißen Blüten mit ihren dunklen Adern, die an extrem dünnen, fast drahtartigen Stängeln über polsterförmigen grünen Blättern schweben. Wer diese grazile Pflanze im Garten hat, fördert aktiv gefährdete Insekten wie die Wildbiene Pseudapis diversipes oder den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). In den felsigen und trockenen Ecken deines Gartens fühlt sie sich am wohlsten und ist ein echter Überlebenskünstler für karge Stellen. Da die Art in der Natur mit der Roten Liste Stufe 3 als gefährdet gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Du wirst sehen, wie die kleinen Blütenkissen im Hochsommer zum Leben erwachen.
Zarter Überlebenskünstler: Die rettende Nektarinsel für den Hauhechel-Bläuling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Felsennelke eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Insekten während der Sommermonate. Besonders der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) und verschiedene Gelblinge suchen die Blüten regelmäßig auf, um Nektar zu sammeln. Auch der auffällige Purpurrote Zünsler profitiert von diesem Angebot. Eine besondere Bedeutung hat sie für die Wildbiene Pseudapis diversipes, die zu den dokumentierten Besuchern zählt. Da die Pflanze von Juni bis August blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot, wenn viele Frühjahrsblüher bereits verbraucht sind. Für die biologische Vielfalt ist sie wertvoll, da sie auch auf kargsten Böden überlebt.
Die Felsennelke wird als nicht kindersicher eingestuft, da Nelkengewächse oft Saponine (seifenähnliche Pflanzenstoffe) enthalten, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern in unseren Gärten. Die Pflanze ist eher als Zier- und Ökopflanze und nicht für den Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Felsennelke Licht und Wärme liebt.
Der Boden sollte trocken und nährstoffarm sein; als Schwachzehrer benötigt sie kaum Dünger.
Achte auf eine gute Durchlässigkeit, ideal sind sandige oder kiesige Böden, da Staunässe schädlich ist.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Gießen musst du nur in sehr langen Trockenperioden, da sie perfekt an Wassermangel angepasst ist.
Eine Vermehrung ist durch Aussaat oder durch vorsichtige Teilung der Polster nach der Blüte möglich.
Ein Rückschnitt nach der Blütezeit im August kann die Vitalität der Pflanze fördern.
Die Felsennelke ist winterhart und benötigt keinen speziellen Schutz vor Frost.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide Arten bevorzugen sonnige Magerstandorte und unterstützen sich gegenseitig als Nektarquellen für Schmetterlinge.
Die Felsennelke (Petrorhagia saxifraga) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und kalkreiche Felsspalten. Charakteristisch für diese Gattung ist der scheidige Blattgrund, bei dem die Basis der schmalen Blätter den Stängel wie eine kleine Manschette umschließt. Sie geht eine Verbindung mit AM-Pilzen ein, einer Arbuskulären Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel zur besseren Nährstoffaufnahme).
32 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →