
Petasites hybridus
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Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Gewöhnliche Pestwurz durch ihre kolbenartigen, rötlich-violetten Blütenstände, die bereits im Spätwinter noch vor den eigentlichen Blättern aus der Erde brechen. Da sie von Februar bis April blüht, dient sie als lebenswichtige erste Tankstelle für Insekten wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) oder den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae). Mit ihren später folgenden, schirmartigen Blättern bietet sie zudem wertvollen Schatten und Feuchtigkeit am Boden. In deinem Garten ist sie eine ökologische Bereicherung, wenn du einen feuchten Platz mit viel Raum zur Verfügung hast. Du kannst mit dieser Pflanze aktiv den Frühlingsstart deiner lokalen Bestäuber unterstützen.
Erste Rettung im Februar: Die wichtigste Tankstelle für den Kleinen Fuchs.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gewöhnliche Pestwurz eine der wichtigsten frühen Nektarquellen für überwinternde Falter. Besonders der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) sind auf das Angebot im Februar und März angewiesen. Auch die Honigbiene nutzt die Pflanze intensiv zur ersten Versorgung der Brut. Da sie große Flächen am Boden dicht abdeckt, schafft sie ein kühles Kleinklima, das vielen Amphibien als Versteck dient. Im Winter bieten die hohlen Stängel, sofern sie stehen gelassen werden, wertvollen Rückzugsraum für kleine Insekten.
Die Gewöhnliche Pestwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Inhaltsstoffe, die bei Hautkontakt oder Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können, weshalb beim Umgang Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Frühlingsblühern besteht aufgrund der einzigartigen Blütenform und der späteren Blattgröße kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Feb – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Wähle einen sonnigen Standort, der über das ganze Jahr ausreichend Feuchtigkeit bietet.
Der Boden sollte als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) sehr nährstoffreich und fett sein.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte auf einen Pflanzabstand von mindestens einem Meter, da die Blätter enormen Raum einnehmen.
Eine Gabe von Kompost im Frühjahr deckt den hohen Nährstoffbedarf dieser imposanten Staude.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch die Teilung des Wurzelstocks im Spätherbst.
Da sie feuchten Boden liebt, ist ein Rückschnitt erst im Frühjahr ratsam, um den Boden im Winter zu schützen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide sind standorttreue Arten feuchter Wiesen und ergänzen sich hervorragend im frühen Blühkalender.
Die Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigene Art oder Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor langer Zeit eingeführt wurde) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Standorte an Bachufern und in feuchten Gräben, was sie als typische Bewohnerin wassernaher Lebensräume auszeichnet. Morphologisch auffällig ist ihre Zweiteilung: Erst erscheinen die Blütenstängel, erst nach dem Abblühen entwickeln sich die riesigen Laubblätter. Sie gilt laut Roter Liste als nicht gefährdet und ist an ihren kräftigen, unterirdischen Ausläufern als ausdauernde Staude erkennbar.
1 Video zu Gewöhnliche Pestwurz

8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_144991123
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