Bild folgtKI-generierte IllustrationPetasites albus
Auch bekannt als: Tussilago alba
9
Arten
interagieren
59
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die dichten, traubenförmigen weißen Blütenstände, die oft noch vor den großen, herzförmigen Blättern aus dem Boden schieben. Die Weiße Pestwurz (Petasites albus) ist ein wertvoller Bestandteil naturnaher Gärten, da sie als eine der wenigen großblättrigen Stauden schattige, feuchte Plätze zuverlässig begrünt. Nach aktuellen Beobachtungen profitieren spezialisierte Insekten wie der Fellkäfer (ein behaarter Käfer aus der Gruppe der Blatthornkäfer) von ihrem Nahrungsangebot. In Deinem Garten dient sie als robuster Bodendecker, der selbst schwierige Standorte belebt. Mit dieser Pflanze schaffst Du Lebensraum in Bereichen, die sonst oft kahl bleiben. Wenn Du eine feuchte Gartenecke hast, machst Du mit ihrer Ansiedlung alles richtig.
Blütenpracht im Schattenreich: Die Weiße Pestwurz nährt seltene Fellkäfer.
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Die Weiße Pestwurz spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem schattiger Standorte. Nach den vorliegenden Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Anlaufstelle für den Fellkäfer, der die weißen Blütenköpfe gezielt zur Nahrungssuche aufsucht. Mit einer Blütezeit von April bis September stellt sie über viele Monate hinweg eine verlässliche Ressource dar. Die ausladenden Blätter bieten zudem einen feuchten Rückzugsort für Erdkröten (Bufo bufo), die unter dem dichten Laub Schutz vor der Sonne finden. Da die Pflanze heimisch ist, fügt sie sich perfekt in die regionale Nahrungskette ein. Im Winter dienen die abgestorbenen Pflanzenteile als Überwinterungsquartier für kleine Bodenlebewesen.
In Bezug auf die Sicherheit solltest Du wissen, dass die Weiße Pestwurz als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie enthält natürliche Inhaltsstoffe, die bei Verzehr die Gesundheit beeinträchtigen können. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen, und trage bei Pflanzarbeiten vorsorglich Handschuhe, um Hautkontakte zu minimieren.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Standort: Wähle einen dauerhaft schattigen Platz in Deinem Garten.
Bodenfeuchte: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein und darf niemals vollständig austrocknen.
Bodenbeschaffenheit: Ein normaler Gartenboden ohne übermäßige Düngung ist ideal.
Pflanzzeit Frühjahr: Setze die Pestwurz am besten von März bis Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Alternativ ist eine Pflanzung von September bis November möglich, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Blätter im Winter vergehen.
Vermehrung: Sie breitet sich über Wurzelausläufer von selbst aus, was Du bei der Platzwahl einplanen solltest.
Begrenzung: Falls sie zu dominant wird, kannst Du die Wurzelstöcke im Herbst einfach mit dem Spaten teilen.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) eignet sich hervorragend, da beide ähnliche Ansprüche an Schatten und Feuchtigkeit stellen und gemeinsam den Boden vor Erosion (Abtragung durch Wasser oder Wind) schützen.
Die Weiße Pestwurz (Petasites albus) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als Indigen (eine ursprünglich in diesem Gebiet vorkommende Art) besiedelt sie bevorzugt bachbegleitende Wälder und feuchte Standorte auf Böden der Mittelzehrer-Kategorie (Böden mit normalem Nährstoffgehalt). Charakteristisch ist ihr kräftiger, kriechender Wurzelstock, der ihr hilft, sich an schattigen Standorten auszubreiten. Die Pflanze ist ein typischer Vertreter der montanen Flora (Pflanzenwelt der Bergregionen), kommt aber auch im Flachland an kühlen Plätzen vor.
3 Videos zu Weiße Pestwurz



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →