Bild folgtKI-generierte IllustrationPedicularis sylvatica subsp. sylvatica
Auch bekannt als: Pedicularis sylvatica subsp. sylvatica
12
Arten
interagieren
17
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt das Wald-Läusekraut durch seine hellrosa bis purpurfarbenen Lippenblüten und die fein gefiederten, fast farnartigen Blätter auf. In deinem Garten ist diese seltene Art ein echter Gewinn für den Artenschutz, da sie besonders gefährdeten Insekten wie dem Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) als wichtige Nahrungsquelle dient. Mit ihrer Vorliebe für feuchte, magere Standorte bereichert sie Gartenbereiche, die oft schwierig zu bepflanzen sind. Wenn du einen passenden Platz hast, kannst du diese bedrohte Pflanze direkt bei dir fördern. Du wirst staunen, wie gezielt spezialisierte Mooshummeln (Bombus muscorum) die Blüten aufsuchen.
Rarität für Feuchtstellen: Die rettende Insel für bedrohte Scheckenfalter.
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Diese Pflanze ist ökologisch hochgradig wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten als Lebensversicherung für spezialisierte Falter dient. Besonders der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) sowie die Arten Melitaea celadussa und Melitaea britomartis sind auf das Vorkommen angewiesen. Auch für Wildbienen wie die Mooshummel (Bombus muscorum) und Vertreter des Hellen Erdhummel-Komplexes (Bombus lucorum aggr.) stellt sie eine wichtige Nektarquelle dar. Da die Art in der Natur immer seltener wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität. Im Winter bieten die vertrockneten Stiele zudem kleinen Insekten einen Platz zum Überdauern.
Das Wald-Läusekraut ist nicht kindersicher. Da alle Pflanzenteile als schwach giftig gelten, solltest du sie nicht pflanzen, wenn kleine Kinder oder Haustiere im Garten spielen. Aufgrund der markanten Blütenform und der farnähnlichen Blätter besteht jedoch kaum eine Verwechslungsgefahr mit ungiftigen Küchenkräutern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Wähle für das Wald-Läusekraut einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) bis feucht sein, da die Pflanze keine Trockenheit verträgt.
Da es sich um einen Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus) handelt, darfst du den Standort auf keinen Fall düngen.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Achte darauf, dass der Boden dauerhaft eine gewisse Grundfeuchte behält, besonders in heißen Sommern.
Eine Vermehrung erfolgt am besten durch Selbstaussaat; lass die verblühten Stängel daher bis zum Ende des Sommers stehen.
Da die Pflanze eher konkurrenzschwach ist, solltest du sie nicht neben stark wuchernde Arten setzen.
Eine hervorragende Partnerin ist die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffarme Böden und ergänzen sich optisch wunderbar.
Das Wald-Läusekraut (Pedicularis sylvatica subsp. sylvatica) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Es ist in Deutschland heimisch, wird jedoch auf der Roten Liste (Verzeichnis gefährdeter Arten) in der Kategorie 3 als gefährdet geführt. Die Pflanze besiedelt typischerweise feuchte Magerwiesen und Moorränder. Charakteristisch für diese Art ist der niedrige Wuchs und die helmförmig gewölbte Oberlippe der Blüten, die ein Erkennungsmerkmal der Gattung darstellt.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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