Bild folgtKI-generierte IllustrationOrnithogalum narbonense
Auch bekannt als: Narbonne-Milchstern
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Arten
interagieren
25
Interaktionen
dokumentiert
An den langen, kerzenartigen Blütenständen mit ihren zahlreichen weißen Sternblüten lässt sich der Narbonne-Milchstern sofort erkennen. Typisch für diese Art sind die feinen grünen Streifen auf den Blütenblättern, die erst bei voller Sonne ihre Pracht entfalten. Als wertvoller Bestandteil trockener Gartenbereiche sorgt er im Mai für ein wichtiges Nahrungsangebot, wenn viele andere Pflanzen noch nicht blühen. Da die Art spezialisierte Standorte wie Magerwiesen bevorzugt, holst du dir mit ihr ein Stück seltene Natur direkt ans Haus. Sie bereichert die Strukturvielfalt und unterstützt das ökologische Gefüge in deinem Naturgarten. Wenn du einen sonnigen Platz mit durchlässigem Boden hast, wirst du an diesem robusten Überlebenskünstler viel Freude haben.
Weiße Blütenpracht für sonnige Trockenkünstler im Wonnemonat Mai.
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Der Narbonne-Milchstern blüht im Mai und schließt damit eine wichtige Versorgungslücke zwischen den Frühjahrsgeophyten und den Sommerstauden. Da in der aktuellen Datenbasis keine spezifischen Bestäuberbeziehungen hinterlegt sind, basiert sein ökologischer Wert vor allem auf der Bereitstellung von Pollen und Nektar in dieser Übergangszeit. Die flachen Sternblüten sind so geformt, dass sie einer Vielzahl von Insektengruppen den Zugang zur Nahrung erleichtern. Durch die Besiedlung von Extremstandorten wie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) fördert die Art die Biodiversität in Gartenbereichen, die für viele andere Pflanzen zu karg sind. In deinem Garten hilft sie dabei, spezialisierte Lebensräume für wärmeliebende Gemeinschaften zu schaffen. Das Belassen der vertrockneten Blütenstände fördert zudem die natürliche Selbstaussaat und Strukturvielfalt.
Der Narbonne-Milchstern ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln, giftige Inhaltsstoffe enthalten. Er sollte daher außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren gepflanzt werden. Eine Verwechslung mit giftigen Verwandten ist möglich, jedoch ist die Art aufgrund ihres hohen Wuchses und der späten Blüte im Mai recht gut von anderen Milchstern-Arten zu unterscheiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.34 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da sich die Blüten nur bei intensivem Licht vollständig öffnen.
Der Boden muss sehr durchlässig und trocken sein (Ellenberg Feuchte 2), um Fäulnis an den Zwiebeln zu verhindern.
Ideal ist ein kalkhaltiger Untergrund mit sehr wenigen Nährstoffen (Ellenberg Stickstoffzahl 2).
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Setze die Zwiebeln etwa sieben bis zehn Zentimeter tief in die Erde.
Während des Austriebs im April ist eine moderate Bodenfeuchte hilfreich, danach sollte der Boden abtrocknen.
Ein Rückschnitt der Blätter darf erst erfolgen, wenn diese vollständig vergilbt und eingetrocknet sind.
Die Vermehrung gelingt am besten durch das vorsichtige Abtrennen von Brutzwiebeln im Spätsommer.
Düngung ist in der Regel nicht notwendig und schadet der Standfestigkeit eher.
Gute Partnerin: Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) – beide Arten teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Narbonne-Milchstern (Ornithogalum narbonense) ist ein Vertreter der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) ist er vor allem im Mittelmeerraum verbreitet, erreicht aber auch wärmebegünstigte Lagen in Mitteleuropa. Typischerweise besiedelt er Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Weinbergsränder. Ein besonderes Merkmal ist sein traubiger Blütenstand, der bis zu 50 Einzelblüten tragen kann. Als Zwiebelgeophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten durch Speicherorgane unter der Erde überdauert) übersteht er Sommertrockenheit mühelos im Boden.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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