Bild folgtKI-generierte IllustrationAjuga chamaepitys subsp. chamaepitys
Auch bekannt als: Ajuga chamaepitys subsp. chamaepitys
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Gelben Günsel an seinen behaarten, fast nadelartigen Blättern und den leuchtend gelben Lippenblüten, die in den oberen Blattachseln sitzen. Im Gegensatz zu seinen blauen Verwandten wirkt er zierlicher und erinnert fast an ein kleines Nadelgehölz. Für den Naturgarten ist er ein echter Schatz, da er als gefährdete Art (Rote Liste 2) spezialisierten Schmetterlingen wie dem Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder dem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) eine lebensnotwendige Nahrungsquelle bietet. Mit dieser Pflanze holst du dir eine botanische Seltenheit in deinen Garten, die aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt. Gönne diesem kleinen Spezialisten ein sonniges Plätzchen in deinem Beet.
Seltene gelbe Pracht: Ein Rettungsanker für bedrohte Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Gelbe Günsel eine wertvolle Nektarquelle für seltene Faltergruppen. Besonders Dickkopffalter wie der Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera), der Lavendel-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) und der Orientalische Marmor-Dickkopffalter (Carcharodus orientalis) fliegen die Blüten gezielt an. Auch der Mosaik-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) sowie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) profitieren von der langen Blütezeit von Mai bis September. Da die Pflanze in Deutschland stark gefährdet ist, bietet sie in Gärten einen wichtigen Ersatzlebensraum für diese hochspezialisierten Insektenarten.
Der Gelbe Günsel wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Vorsicht geboten ist, wenn kleine Kinder im Garten spielen. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen, da seine nadelartigen Blattzipfel und die gelbe Blütenfarbe sehr charakteristisch sind. Die Pflanze ist für die Gestaltung naturnaher Bereiche vorgesehen, sollte aber nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für den Gelben Günsel einen Standort in voller Sonne, da er sehr lichtbedürftig ist.
Der Boden sollte trocken sein und eine normale Nährstoffkonzentration aufweisen (Mittelzehrer).
Da er keine Staunässe verträgt, ist ein gut durchlässiger Untergrund lebenswichtig.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden bei der Pflanzung offen und nicht gefroren ist.
Da die Pflanze meist ein- bis zweijährig wächst, solltest du Verblühtes stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Verzichte auf starken Mulch, da die feinen Samen direkten Bodenkontakt zum Keimen brauchen.
Eine Düngung ist im normalen Gartenboden nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern gemeinsam die Insektenvielfalt.
Durch die Kombination dieser heimischen Arten schaffst du ein robustes und pflegeleichtes Beet.
Der Gelbe Günsel (Ajuga chamaepitys subsp. chamaepitys) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und wird in Deutschland als Archäophyt eingestuft – eine Art, die bereits vor Jahrhunderten zu uns kam. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und kalkhaltige Äcker. Eine Besonderheit ist seine Lebensweise mit AM-Mykorrhiza (einer Symbiose mit Bodenpilzen), die seine Nährstoffaufnahme an kargen Standorten verbessert. Durch seine niedrige Wuchshöhe und die dreiteilig gegabelten Blätter ist er morphologisch gut von anderen Günsel-Arten zu unterscheiden.
2 Videos zu Gelber Günsel


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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