Bild folgtKI-generierte IllustrationCallitriche platycarpa
Auch bekannt als: Callitriche platycarpa
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Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Flachfrüchtigen Wasserstern (Callitriche platycarpa) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine hellgrünen Blätter bilden an der Wasseroberfläche dichte, sternförmige Rosetten, während die Unterwasserblätter schmaler und länglicher ausfallen. Diese heimische Wasserpflanze ist ein Gewinn für jeden Gartenteich, da sie das Wasser mit Sauerstoff anreichert und wichtige Rückzugsorte schafft. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) von diesem Lebensraum. Wenn du Wert auf ein stabiles Ökosystem in deinem Garten legst, ist dieser Wasserstern genau die richtige Wahl für dich.
Grüne Sterne für deinen Teich: Sauerstoffspender und Schutzraum für Falter.
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Obwohl Wassersterne oft unscheinbar wirken, sind sie wichtige Knotenpunkte im ökologischen Netz. Zu den dokumentierten Besuchern zählen verschiedene Schmetterlingsarten wie der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Auch der Roter Scheckenfalter (Melitaea didyma) und der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) nutzen die Strukturen der Pflanze. Unter Wasser dienen die dichten Triebe als Laichplatz für Amphibien und als Versteck für Kleinstlebewesen. Im Winter bleiben Teile der Pflanze oft grün und bieten so auch in der kalten Jahreszeit Schutzräume für die Teichfauna.
Der Flachfrüchtige Wasserstern wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akute Giftigkeit im Vordergrund steht, sollte man beim Pflanzen in Gärten mit kleinen Kindern aufgrund des Standorts am offenen Wasser stets wachsam sein. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit giftigen Wasserpflanzen, die das Erscheinungsbild der Sternrosetten teilen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Teich.
Wassertiefe: Die Pflanze gedeiht am besten in flachem Wasser bis zu einer Tiefe von etwa 30 bis 50 Zentimetern.
Boden: Ein schlammiger, nährstoffreicher Boden am Grund ist ideal für die Wurzelbildung.
Pflanzzeit: Setze den Wasserstern am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November ein.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht, sollte aber bei zu starker Ausbreitung gelegentlich mit dem Kescher ausgedünnt werden.
Vermehrung: Dies geschieht meist von selbst durch Ausläufer oder das einfache Einsetzen von Sprossteilen.
Mykorrhiza: Er lebt in einer AM (Arbuskulären Mykorrhiza), einer Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessert.
Kombination: Gute Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) - beide Arten besiedeln den Übergangsbereich zum Wasser und fördern die Artenvielfalt am Teichrand.
Der Flachfrüchtige Wasserstern gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er gilt als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und ist nicht gefährdet. Ein typisches Merkmal ist die Heterophyllie (Verschiedenblättrigkeit), bei der sich die Blätter über und unter Wasser in ihrer Form stark unterscheiden. Er besiedelt vorwiegend stehende oder sehr langsam fließende, nährstoffreiche Gewässer.
1 Video zu Flachfrüchtiger Wasserstern

13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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