
Lathyrus sylvestris
Auch bekannt als: Wilde Platterbse
15
Arten
interagieren
74
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris) durch ihre leuchtend purpurrosa Schmetterlingsblüten und die auffällig geflügelten Stängel auf. Da sie indigen (einheimisch) ist, stellt sie eine wertvolle Ergänzung für naturnahe Gärten dar, die ohne künstliche Düngung auskommen. Von Juni bis August bietet sie ein verlässliches Nahrungsangebot, wenn andere Frühlingsblüher bereits verblüht sind. Als Kletterpflanze nutzt sie geschickt Zäune oder Gebüsche, um in die Höhe zu wachsen und vertikale Strukturen zu beleben. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, ist diese robuste Wildstaude genau das Richtige für dich.
Robuste Kletterkünstlerin: Purpurrosa Blütenpracht von Juni bis August.
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Mit einer Blütezeit von Juni bis August schließt die Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris) eine wichtige Lücke im sommerlichen Blütenkalender. Da sie indigen (einheimisch) ist, ist sie optimal in das lokale Ökosystem integriert. Auch wenn für diese spezifische Art keine Detaildaten zu einzelnen Insektenbesuchern vorliegen, sichert ihr reiches Nektarangebot die Grundversorgung für verschiedene Bestäubergruppen im Hochsommer. Nach der Blüte bilden sich Hülsenfrüchte aus, die im Winter als Strukturgeber im Garten stehen bleiben sollten. Die Pflanze gilt laut Roter Liste als nicht gefährdet und ist somit eine stabile Komponente für die Förderung der regionalen Biodiversität (Artenvielfalt).
Die Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris) ist nicht kindersicher. Ihre Samen enthalten giftige Aminosäuren, die bei Verzehr zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Achte daher darauf, sie nicht direkt in Spielbereichen von Kleinkindern oder in der Nähe von Haustieren zu pflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.24 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und bevorzugt magere, ungedüngte Böden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei die Art kurze Trockenphasen gut verträgt.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Rankhilfe: Biete ihr ein Klettergerüst, einen Zaun oder belasse trockene Äste als natürliche Stütze.
Pflege: Ein Rückschnitt der vertrockneten Triebe im späten Februar schafft Platz für den neuen Austrieb.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich an zusagenden Standorten meist durch Selbstaussaat.
Bodenverbesserung: Wie viele Hülsenfrüchtler bindet sie mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff im Boden.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Magerstandorte und ergänzen sich hervorragend in ihrer Wuchsform.
Die Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie besiedelt bevorzugt lichte Waldränder, Bahndämme und sonnige Böschungen. Ein besonderes morphologisches (gestaltliches) Merkmal sind die flach verbreiterten Stängelkanten, die als 'Flügel' bezeichnet werden und der Pflanze zusätzliche Stabilität verleihen.
14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_278582570
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