Bild folgtKI-generierte IllustrationPeucedanum cervaria
Auch bekannt als: Hirschwurz-Haarstrang, Hirschwurz
20
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Mit seinen markanten, lederartigen Blättern, deren Form an ein Hirschgeweih erinnert, fällt der Hirsch-Haarstrang (Peucedanum cervaria) sofort auf. Er ist eine wertvolle Bereicherung für jeden Naturgarten, da er auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht und gefährdeten Insekten wie dem Schwalbenschwanz (Papilio machaon) eine Lebensgrundlage bietet. Auch die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) besucht die weißen Doldenblüten zur Nektaraufnahme. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Gartenplatz hast, ist diese Staude eine hervorragende Wahl. Du tust damit aktiv etwas für den Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt.
Edle Wildstaude und wichtigste Tankstelle für den prächtigen Schwalbenschwanz.
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Diese Wildstaude ist eine zentrale Anlaufstelle für Schmetterlinge und Schwebfliegen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Nektarquelle für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie den Südlichen Schwalbenschwanz (Papilio alexanor) und den Korsischen Schwalbenschwanz (Papilio hospiton). Auch Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus), die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und die Breitband-Hainschwebfliege (Eupeodes latifasciatus) fliegen die flachen Dolden zur Nahrungssuche an. Da die Pflanze auf der Vorwarnliste steht, sichert ihre Ansiedlung wertvolle Lebensräume. Im Winter profitieren Vögel von den stehengelassenen Samenständen.
Der Hirsch-Haarstrang ist nicht als kindersicher eingestuft, da sein Saft bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung phototoxische Reaktionen (Hautreizungen) hervorrufen kann. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Schierling (Conium maculatum); dieser hat jedoch meist rot gefleckte Stängel, während der Haarstrang einfarbig grün und rinnig vertieft ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.63 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis leicht halbschattigen Platz im Garten.
Boden: Ideal ist ein trockener, basenreicher (kalkhaltiger) und nährstoffarmer Untergrund. Schwere Böden solltest du mit Sand abmagern.
Pflanzzeit: Setze die Staude von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Gießen: Nur in der Anwachsphase nötig, danach ist die Pflanze sehr trockenheitsresistent.
Düngung: Ein Zuviel an Nährstoffen schadet eher; Verzicht auf Dünger fördert den natürlichen Wuchs.
Rückschnitt: Schneide die verblühten Stängel erst im zeitigen Frühjahr ab. Die hohlen Röhren dienen vielen Insekten als Überwinterungsort.
Vermehrung: Die Pflanze ist ein Kaltkeimer (Samen benötigt Kälteperiode zur Keimung), daher ist eine Herbstaussaat im Freiland am erfolgreichsten.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Berg-Aster (Aster amellus) – beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige Trockenstandorte und blühen zeitlich versetzt.
Der Hirsch-Haarstrang (Peucedanum cervaria) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Er wächst bevorzugt auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und an lichten Waldrändern. Als ausdauernde, krautige Pflanze erreicht er Wuchshöhen von bis zu 120 Zentimetern. Markant sind seine doppelt gefiederten Blätter mit den charakteristisch rechtwinklig abstehenden Fiedern. Die Art lebt in Symbiose mit Mykorrhiza (Wurzelpilzen), die die Nährstoffaufnahme auf kargen Böden verbessern.
2 Videos zu Hirsch-Haarstrang


20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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