Bild folgtKI-generierte IllustrationAubrieta deltoidea
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für das Griechische Blaukissen (Aubrieta deltoidea) sind die dichten, polsterartigen Matten aus kleinen, behaarten Blättern, die im Frühjahr unter einem Meer aus vierzähligen, violetten Blüten verschwinden. Als erfahrener Gärtner schätze ich diese Staude, weil sie karge Mauerkronen zum Leben erweckt und bereits ab April wichtige Nahrung bietet. In deinem Garten profitiert besonders die Hosenbiene (Dasypoda) von dem Pollenangebot, während Schmetterlinge wie der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) den Nektar nutzen. Wenn du eine robuste Pflanze für sonnige Steingärten suchst, die kaum Pflege braucht, ist dieses Blaukissen die ideale Wahl. Schau genau hin, ob du die Raupen des Saumflecken-Spanners entdeckst, die hier ihre Kinderstube haben.
Frühe Nektartankstelle für den Aurorafalter und robuste Mauerkünstlerin.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Blaukissen eine wertvolle Energiequelle im Frühjahr. Besonders die Hosenbiene (Dasypoda) sowie die Honigbiene (Apis mellifera) fliegen die Blüten intensiv an, um Pollen und Nektar zu sammeln. Für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) stellt die Pflanze eine wichtige Zwischenstation nach der Überwinterung dar. Zudem dient sie als spezifische Raupenfutterpflanze für den Saumflecken-Spanner (Lomaspilis marginata). Da die Pflanze dichte Matten bildet, bietet sie auch im Winter Schutz für kleine Bodenlebewesen in ihren verzweigten Trieben.
Das Griechische Blaukissen (Aubrieta deltoidea) wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn die Pflanze nicht als hochgiftig gilt, sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildkräutern im Hausgarten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in einer Trockenmauer oder im Steingarten.
Der Boden muss durchlässig und kalkhaltig sein, da die Pflanze keine Staunässe (stehendes Wasser an den Wurzeln) verträgt.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November.
Gießen musst du nur bei extremer Hitze; ansonsten kommt das Blaukissen mit Trockenheit hervorragend zurecht.
Nach der Blüte im Juni empfehle ich einen Rückschnitt um etwa die Hälfte, damit das Polster dicht und kräftig bleibt.
Vermehren lässt sich die Staude einfach durch Teilung des Wurzelstocks im Herbst.
Achte darauf, den Boden nicht zu düngen, da Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) die Langlebigkeit fördern.
Gute Partnerin: Der Gelbe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide Arten teilen die Vorliebe für trockene Steinritzen und ergänzen sich hervorragend in der Struktur.
Das Griechische Blaukissen (Aubrieta deltoidea) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort vor allem sonnige, felsige Standorte. Die Pflanze bildet flache, wintergrüne Polster und besitzt die für ihre Familie charakteristischen Kreuzblüten mit vier Blütenblättern. Eine botanische Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, auch an extrem nährstoffarmen Standorten wie Mauerspalten zu gedeihen.
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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