Bild folgtKI-generierte IllustrationDactylorhiza maculata
Auch bekannt als: Geflecktes Knabenkraut
Artengruppe
14
Arten
interagieren
20
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren charakteristisch dunkel gefleckten Blättern fällt die Gefleckte Fingerwurz (Dactylorhiza maculata) sofort auf. Diese heimische Erdorchidee ist ein echtes Juwel für den Naturgarten und besiedelt bevorzugt magere, feuchte Standorte. Da sie auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Besonders die Rotbraune Frühlings-Bodeneule (Cerastis rubricosa) profitiert von ihr, da sie ihren Raupen als wichtige Futterquelle dient. Wenn du einen sonnigen Platz mit kargem Boden hast, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Wichtige Kinderstube für die Rotbraune Frühlings-Bodeneule auf magerem Boden.
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In deinem Garten übernimmt die Gefleckte Fingerwurz eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient sie als spezialisierte Raupenfutterpflanze für die Rotbraune Frühlings-Bodeneule (Cerastis rubricosa). Ohne solche heimischen Orchideen fehlen diesen Faltern die notwendigen Lebensgrundlagen für ihren Nachwuchs. Die lange Blütezeit von April bis September stellt zudem sicher, dass über viele Monate hinweg eine Anlaufstelle für verschiedene Insekten vorhanden ist. Da die Art auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) geführt wird, schützt du mit jedem Exemplar ein Stück biologische Vielfalt, das aus unserer freien Landschaft immer mehr verschwindet.
Die Gefleckte Fingerwurz ist nicht als kindersicher eingestuft. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du die Pflanze daher eher in Randbereiche oder geschützte Beete setzen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, doch wie viele Orchideen sollte sie nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Damit die Gefleckte Fingerwurz in deinem Garten gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz.
Boden : Die Erde muss frisch (mäßig feucht) und unbedingt nährstoffarm sein. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) reagiert sie empfindlich auf Dünger.
Pflanzzeit : Setze sie idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege : Da sie magere Böden liebt, darf die Fläche niemals gedüngt werden. Ein Rückschnitt sollte erst nach der Samenreife im Spätsommer erfolgen.
Vermehrung : Sie vermehrt sich über winzige Flugsamen, ist dabei aber im Boden auf die Symbiose mit Mykorrhizapilzen (Wurzelpilzen) angewiesen.
Kombination : Eine gute Partnerin ist der Teufelsabbiss (Succisa pratensis). Beide teilen die Vorliebe für feuchte Magerwiesen und ergänzen sich hervorragend in ihren ökologischen Funktionen.
Die Gefleckte Fingerwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die zur Gruppe der heimischen Erdorchideen gehört. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt dort vor allem lichte, frische Standorte. Charakteristisch sind ihre zu einer Ähre angeordneten Blüten, die eine dreilappige Lippe mit feiner Zeichnung aufweisen. Ihr Name leitet sich von den unterirdischen Speicherknollen ab, die fingerartig geteilt sind. Als Archäophyt oder indigen eingestuft, ist sie fester Bestandteil unserer regionalen Flora.
2 Videos zu Gefleckte Fingerwurz (Artengruppe)


10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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