Bild folgtKI-generierte IllustrationColutea arborescens subsp. arborescens
9
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind beim Gewöhnlichen Blasenstrauch die großen, gelben Schmetterlingsblüten und die später erscheinenden, bis zu sechs Zentimeter langen Fruchthülsen, die wie kleine Lampions aufgeblasen sind. Dieser Strauch ist ein echtes Juwel für den Naturgarten, da er spezialisierten Insekten wie der Blauen Holzbiene (Xylocopa violacea) und der seltenen Waldhummel (Bombus sylvarum) wertvolle Nahrung bietet. Auch Schmetterlinge wie der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) profitieren von seinem Angebot. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Pflanze kaum etwas falsch machen. Er ist robust, pflegeleicht und bringt eine ganz besondere Dynamik in deine Hecke.
Lampion-Zauber für den Garten und Leibspeise der Blauen Holzbiene.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Der Blasenstrauch ist eine Schlüsselart für kräftige Bestäuber, da nur sie die festen Flügel der Blüte herunterschieben können, um an den Nektar zu gelangen. Besonders die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) und die Waldhummel (Bombus sylvarum) sind hier regelmäßige Gäste. Für Schmetterlinge wie den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) und den winzigen Zwergbläuling (Cupido minimus) ist der Strauch eine lebenswichtige Energiequelle. Die Raupen einiger Bläunlingsarten nutzen die aufgeblasenen Hülsen zudem als geschützten Entwicklungsraum. Im Winter bieten die verbleibenden Samen eine wichtige, wenn auch karge Nahrungsreserve für heimische Vögel, die in der ausgeräumten Landschaft sonst wenig finden.
Bitte beachte, dass der Blasenstrauch nicht als kindersicher gilt. Er enthält in seinen Blättern und Samen Stoffe, die bei Verzehr giftig wirken und zu Erbrechen oder Durchfall führen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du ihn daher an einer Stelle pflanzen, die nicht als direkter Spielbereich dient.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.55 m
Wähle für den Blasenstrauch einen Standort im Halbschatten oder in voller Sonne.
Der Boden sollte trocken und eher nährstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Staunässe verträgt er gar nicht, daher ist ein durchlässiger Untergrund wichtig.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im Spätwinter erfolgen, um die Form zu erhalten.
Da er Stickstoff mithilfe von Knöllchenbakterien an seinen Wurzeln selbst aus der Luft bindet, musst du ihn nicht düngen.
Gießen ist nur in extremen Trockenperioden bei Jungpflanzen nötig.
Zur Vermehrung kannst du im Herbst die reifen Samen sammeln und direkt aussäen.
Eine wunderbare Begleitpflanze ist der Färber-Ginster (Genista tinctoria).
Beide teilen die Vorliebe für karge Böden und sonnige Plätze, was sie zu einem ökologisch stabilen Duo macht.
Der Gewöhnliche Blasenstrauch gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Er siedelt sich bevorzugt an sonnigen Waldrändern oder in lichten Gebüschen an. Morphologisch besticht er durch seine unpaarig gefiederten Blätter und die typische Hülsenfrucht, die durch Gase im Inneren ballonartig anschwillt. Botanisch wird er als Archäophyt eingestuft, was bedeutet, dass er bereits vor langer Zeit, meist im Zuge früher Landwirtschaft, bei uns heimisch wurde. Er erreicht meist Wuchshöhen von zwei bis vier Metern.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →