
Chaerophyllum hirsutum
Auch bekannt als: Rauhaariger Kälberkropf, Behaarter Kälberkropf
Artengruppe
32
Arten
interagieren
200
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Rauhaarige Kälberkropf (Chaerophyllum hirsutum) an seinen borstig behaarten Stängeln und den fein gefiederten Blättern, die beim Zerreiben ein würziges Aroma verströmen. Als Biologe schätze ich diese Pflanze besonders, weil sie als indigene (einheimische) Art perfekt an unser Klima angepasst ist und über ein halbes Jahr lang Struktur im Garten bietet. Da er von April bis September blüht, schließt er wichtige Versorgungslücken im Gartenjahr. Mit dieser Art holst du dir ein Stück authentische Wildnatur in deine schattigen Ecken. Wenn du einen eher feuchten, nahrhaften Boden hast, machst du mit diesem Starkzehrer alles richtig.
Robuste Wildstaude: Ein halbes Jahr Blütenschmuck für feuchte Gartenplätze.
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Obwohl für diese Artengruppe aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten in unserer Datenbank vorliegen, ist der Rauhaarige Kälberkropf (Chaerophyllum hirsutum) als indigene Art ein wertvoller Bestandteil heimischer Ökosysteme. Seine lange Blütezeit von April bis September macht ihn zu einer stabilen Komponente in der Gartenbiologie. Da er bevorzugt auf fettem Boden wächst, trägt er zur Biomasseproduktion bei und bietet Kleintieren dichtes Blattwerk als Versteck. Die Pflanze ist ein wichtiger Baustein für Gärtner, die Wert auf die Erhaltung der regionalen Flora legen und feuchte Standorte sinnvoll ökologisch aufwerten möchten.
Achtung: Der Rauhaarige Kälberkropf (Chaerophyllum hirsutum) ist als nicht kindersicher eingestuft. Es besteht eine erhebliche Verwechslungsgefahr mit anderen Doldenblütlern, darunter auch hochgiftige Arten wie der Gefleckte Schierling (Conium maculatum). Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die starke, borstige Behaarung des Kälberkropfes, während der Schierling kahl und rot gefleckt ist.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.59 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, da die Pflanze direkte Mittagssonne bei Hitze schlecht verträgt.
Der Boden muss zwingend feucht sein; Ellenberg-Werte weisen ihn als Feuchtezeiger aus, der keine Staunässe, aber stete Grundfeuchte braucht.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen fetten, also humus- und nährstoffreichen Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Eine jährliche Gabe von reifem Kompost im Frühjahr deckt den hohen Nährstoffbedarf optimal.
Vermehrung erfolgt unkompliziert über Aussaat oder Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Schneide die verblühten Stängel erst im Spätwinter zurück, um die hohlen Stiele als Winterquartier für Kleintiere zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich ökologisch perfekt an Teichrändern oder Bachläufen.
Der Rauhaarige Kälberkropf (Chaerophyllum hirsutum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in der gesamten DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) heimisch. Er besiedelt typischerweise feuchte Hochstaudenfluren (Pflanzengesellschaften auf nährstoffreichen Böden) und lichte Wälder. Morphologisch zeichnet er sich durch seine hohlen, kantigen und eben namensgebend rau behaarten Stängel aus. Die Pflanze wächst ausdauernd und erreicht oft Wuchshöhen von über einem Meter, wobei die weißen oder leicht rötlichen Doppeldolden (verzweigte Blütenstände) charakteristisch für die Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales) sind.
15 Arten interagieren mit dieser Pflanze
17 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_353155887
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