
Calendula arvensis
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An ihren zierlichen, blassgelben bis orangefarbenen Blütenköpfen, die mit maximal zwei Zentimetern Durchmesser deutlich kleiner sind als bei der Garten-Ringelblume, lässt sich die Acker-Ringelblume sofort erkennen. In unseren Gärten ist sie eine echte Kostbarkeit, da sie in der freien Natur vom Aussterben bedroht ist und auf der Roten Liste 1 steht. Für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und die seltene Rotbäuchige Wespenbiene (Sphecodes albilabris) ist sie eine lebenswichtige Nahrungsquelle im zeitigen Frühjahr. Da sie bereits ab März blüht, schließt sie eine gefährliche Versorgungslücke für frühe Insekten. Mit der Ansiedlung dieser Rarität holst du dir ein Stück schützenswerte Natur direkt vor die Haustür.
Rettungsanker für die Rotbäuchige Wespenbiene: Seltene Blütenschönheit ab März.
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Die ökologische Bedeutung dieser Art ist nach aktuellen Bestäubungsdaten enorm, insbesondere wegen ihrer frühen Blütezeit ab März. Sie dient als wichtige Nektarquelle für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und spezialisierte Wildbienen wie die Rotbäuchige Wespenbiene (Sphecodes albilabris). Auch für Nachtfalter ist sie relevant: Die Baumwoll-Kapseleule und die Baumwoll-Sonneneule nutzen sie als Lebensgrundlage. Da die Pflanze in der freien Landschaft fast verschwunden ist, bieten Gärten oft die letzte Zuflucht. Die Samenreife im Frühsommer stellt zudem ein frühes Nahrungsangebot für bodenfressende Vögel dar.
Die Acker-Ringelblume wird als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher nicht in Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, die dazu neigen, Pflanzenteile in den Mund zu stecken. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der ungiftigen Garten-Ringelblume (Calendula officinalis), die jedoch deutlich größere Blüten besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Wähle für die Acker-Ringelblume einen vollsonnigen Standort, da sie viel Licht zum Gedeihen benötigt.
Der Boden sollte trocken bis frisch sein, was einer normalen, gut durchlässigen Gartenerde entspricht.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da sie eine Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen) eingeht, profitiert sie von einem lebendigen Bodenleben.
Da die Pflanze einjährig ist, solltest du die verblühten Köpfe stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Achte darauf, dass keine Staunässe entsteht, da die Wurzeln empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit reagieren.
Eine gute Partnerin ist der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide bevorzugen sonnige, eher trockene Plätze und ergänzen sich wunderbar in einem naturnahen Beet.
Die Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, gilt aber als extrem gefährdet. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige Weinberge und Ackerländer auf kalkhaltigen Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen verzweigten Wuchs und lanzettliche Blätter aus, wobei die Früchte ringförmig gekrümmt sind.
3 Videos zu Acker-Ringelblume



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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1928989145
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →