Bild folgtKI-generierte IllustrationBromus tectorum
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Schon von weitem fällt die Dach-Trespe (Bromus tectorum) durch ihre oft rötlich überlaufenen, weich behaarten und einseitswendig herabhängenden Rispen (verzweigte Blütenstände) auf. Dieses einjährige Gras ist ein wertvoller Pionier für extrem trockene Stellen im Garten, an denen andere Pflanzen aufgeben. Besonders Schmetterlinge wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder der Rostfarbene Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) profitieren von ihrer Anwesenheit. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) gehört sie fest zu unserer Kulturlandschaft. Wenn du eine sonnige Trockenmauer oder einen sandigen Streifen hast, ist dieses Gras eine pflegeleichte Bereicherung für deine Artenvielfalt.
Filigraner Überlebenskünstler: Die Dach-Trespe nährt seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Dach-Trespe eine wichtige Ressource für spezialisierte Falterarten. Zu den Besuchern zählen der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), der Gelbwürfelige Wald-Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Auch der Rostfarbene Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzt die Pflanze regelmäßig. Neben den Schmetterlingen profitiert das Große Getreidehähnchen (Oulema melanopus) von den Beständen. Für Vögel der offenen Feldflur, wie das Rebhuhn (Perdix perdix), stellt das Gras sowohl eine Nahrungsquelle als auch ein wichtiges Versteck dar. Die Samen dienen im Herbst und Winter als energiereiches Futter.
Die Dach-Trespe ist ungiftig, wird jedoch als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den langen, rauen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Samen), die sich leicht in Kleidung, Haut oder Schleimhäuten verhaken können. Besonders bei Haustieren wie Hunden können diese Grannen Reizungen an Ohren oder Augen verursachen, wenn sie durch hohe Bestände laufen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Die Dach-Trespe benötigt einen vollsonnigen, warmen Standort auf eher trockenen Böden. * Sie kommt mit sehr wenig Feuchtigkeit aus und bevorzugt nährstoffarme, sandige oder steinige Untergründe. * Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist. * Da sie ein- oder zweijährig wächst, erhält sie sich im Garten am besten durch Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen. * Düngergaben sind nicht erforderlich und führen eher dazu, dass das Gras seine typische, filigrane Form verliert. * Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, damit die Samen ausreifen und Vögeln im Winter als Nahrung dienen können. * In kleinen Gärten kannst du verblühte Halme früher entfernen, um die Ausbreitung zu begrenzen. * Eine gute Partnerin ist der Natternkopf (Echium vulgare). * Beide teilen die Vorliebe für trockene Ruderalstellen (unbebaute Rohböden) und ergänzen sich optisch durch das Spiel zwischen den blauen Blütenkerzen des Natternkopfs und den zarten Grasrispen.
Die Dach-Trespe gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), Wegränder und Mauerkronen. Morphologisch zeichnet sie sich durch 10 bis 60 Zentimeter hohe Halme und auffällig behaarte Blattscheiden aus. Die Ährchen (Teilblütenstände der Gräser) besitzen lange Grannen (borstenartige Fortsätze), die bei der Reife charakteristisch nach unten hängen.
1 Video zu Dach-Trespe

40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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