
Berberis vulgaris
Auch bekannt als: Sauerdorn, Echte Berberitze, epine-vinette, Weinäuglein, Peisselbeere, Essigscharf, Erbselholz, Weinzäpferl, Spitzdorn, Kuckucksbrot, Essigbeere, Zitronenbeere, Erbsal, Geißenlaub, Weinlegelein, Basselbeere, Erbsich, Dreidorn, Berberitze, Essigdorn, Hasenbrot, Gemeiner Sauerdorn, Erbselbeerstrauch, Spießdorn, Beiselbeere, Gemeine Berberitze, Erbseldorn, Weinscheidling
16
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) sofort an ihren leuchtend gelben Blüten, die in hängenden Trauben angeordnet sind, und den markanten dreiteiligen Dornen an den Zweigen. Sie ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage für spezialisierte Nachtfalter. Acht verschiedene Arten nutzen sie als Kinderstube, darunter der Kleiner Berberitzenspanner (Pareulype berberata) und die Veränderliche Rindeneule (Acronicta rumicis). Ohne diesen Strauch fehlt diesen Tieren eine essenzielle Nahrungsgrundlage. Wenn du einen trockenen, sonnigen Platz im Garten hast, triffst du mit dieser robusten Art genau die richtige Wahl für den Artenschutz.
Unverzichtbare Kinderstube für acht spezialisierte Falterarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten bietet die Berberitze von März bis September eine kontinuierliche Nahrungsquelle. Besonders wertvoll ist sie als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falterarten. Der Kleiner Berberitzenspanner (Pareulype berberata) ist ebenso auf sie angewiesen wie der Doppelzahnspanner (Odontopera bidentata). Auch die Schwarzstrich-Kräutereule (Acronicta tridens), die Dreipunkt-Glanzeule (Caradrina clavipalpis) und die Veränderliche Rindeneule (Acronicta rumicis) nutzen den Strauch zur Aufzucht ihrer Nachkommen. Sogar der Gelbe Fleckleib-Bär (Spilosoma lutea) und der Hochstaudenflur-Blütenspanner (Eupithecia subdelitata) profitieren von diesem heimischen Gehölz.
Die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) ist nicht kindersicher. Ihre scharfen Dornen können zu Verletzungen führen, zudem enthalten fast alle Pflanzenteile Wirkstoffe, die bei Verzehr problematisch sind. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund der markanten gelben Blüten und der charakteristischen dreiteiligen Dornen nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.5 m
Wähle einen Standort in voller Sonne.
Der Boden sollte trocken und eher nährstoffarm sein; als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine Düngung.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Dank ihrer AM (Arbuskuläre Mykorrhiza – eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) ist sie sehr effizient bei der Nährstoffaufnahme.
Ein Rückschnitt ist nur bei Bedarf im Spätwinter nötig, um den Strauch auszulichten.
Wässern musst du nur in extremen Trockenperioden nach der Pflanzung.
Gute Partnerin: Die Hundsrose (Rosa canina) – beide Arten teilen sich in der Natur denselben Lebensraum in sonnigen Hecken und ergänzen sich hervorragend als Schutz- und Nährgehölz.
Die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) gehört zur Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie die einzige heimische Art dieser Gattung und besiedelt bevorzugt sonnige Trockengebüsche oder lichte Waldränder. Ein besonderes Merkmal ist das leuchtend gelbe Holz unter der Rinde und die Umwandlung von Blättern zu scharfen Dornen. Als Indigen (einheimische Art) ist sie perfekt an unser Klima und die regionale Tierwelt angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_820080685
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