Bild folgtKI-generierte IllustrationAmorpha fruticosa
Auch bekannt als: Scheinindigo
16
Arten
interagieren
22
Interaktionen
dokumentiert
An den langen, aufrechten Blütenkerzen mit tief violetten Kronblättern und hervorstehenden, goldgelben Staubbeuteln lässt sich der Bastardindigo (Amorpha fruticosa) sofort erkennen. Dieser Strauch ist eine wertvolle Bereicherung für sonnige Gartenbereiche und bietet spezialisierten Insekten eine wichtige Nahrungsquelle. Besonders Bläulinge wie Polyommatus fulgens oder der Kommadickkopffalter (Hesperia comma) profitieren von seinem Angebot. Auch die Rotbeinige Furchenbiene ist regelmäßig an den Blüten zu beobachten. Wenn du einen robusten Hülsenfrüchtler (Pflanzenfamilie, die Stickstoff im Boden bindet) suchst, triffst du mit dieser Art eine gute Wahl für deinen Naturgarten.
Violette Blütenpracht und Magnet für seltene Bläulinge und Wildbienen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Dieser Strauch dient als wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen Bläulinge wie Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae die Blüten, ebenso wie der Kommadickkopffalter (Hesperia comma). Auch die Hausmutter (Noctua pronuba), ein bekannter Nachtfalter, nutzt das Nektarangebot in den Abendstunden. Neben Schmetterlingen profitieren Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene und Feldwespen von den Ressourcen. Selbst die Honigbiene schätzt den Bastardindigo als verlässliche Trachtpflanze während der Sommermonate.
Der Bastardindigo ist nicht als kindersicher eingestuft. Da er zu den Hülsenfrüchtlern gehört, können Pflanzenteile bei Verzehr Unwohlsein auslösen. Es besteht eine optische Ähnlichkeit mit der Robinie (Robinia pseudoacacia), die jedoch im Gegensatz zum Bastardindigo deutliche Dornen an den Zweigen trägt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.46 m
Der Bastardindigo bevorzugt sonnige Standorte mit durchlässigem Boden.
Er ist sehr anpassungsfähig und verträgt sowohl trockenere als auch zeitweise feuchte Phasen gut.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte beim Pflanzen auf genügend Abstand, da der Strauch recht breit und ausladend werden kann.
Ein Rückschnitt im Spätwinter fördert einen kompakten Wuchs und eine reiche Blüte im folgenden Sommer.
Da er als Leguminose (Hülsenfrüchtler) Stickstoff im Boden anreichert, benötigt er in der Regel keine zusätzliche Düngung.
Eine Vermehrung ist über Steckholz (bewurzelte Zweigstücke) im Winter oder durch Aussaat im Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) - beide Arten kommen in ufernahen Pflanzengesellschaften vor und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Bastardindigo (Amorpha fruticosa) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). In unserer Region besiedelt er oft sonnige Standorte und kommt durch seine Anpassungsfähigkeit mit verschiedenen Bodenverhältnissen zurecht. Ein markantes Merkmal sind die unpaarig gefiederten Blätter (Blattform mit gegenüberliegenden Einzelblättern und einem Endblatt), die bis zu 30 Zentimeter lang werden können. Die Pflanze lebt in einer Symbiose mit AM-Mykorrhiza (einer Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), was ihre Nährstoffaufnahme deutlich verbessert.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →