Bild folgtKI-generierte IllustrationAlopecurus myosuroides
Auch bekannt als: Acker-Fuchsschwanzgras
43
Arten
interagieren
50
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Acker-Fuchsschwanz (Alopecurus myosuroides) sind seine schmalen, fuchsroten bis bräunlichen Ährenrispen (kompakte Blütenstände), die fast wie kleine Schwänze wirken. Als einheimisches Süßgras spielt er eine wichtige Rolle für spezialisierte Schmetterlinge und Bodenorganismen. Besonders der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) nutzen ihn als Lebensraum. In deinem Naturgarten sorgt er für eine natürliche, wilde Struktur in den Randbereichen und fördert Arten, die auf Gräser angewiesen sind. Du kannst mit ihm gezielt Lebensräume für nützliche Laufkäfer schaffen. Wenn du die Vielfalt in deinem Garten erhöhen möchtest, ist dieses Gras ein spannender Baustein.
Wichtiger Lebensraum für seltene Dickkopffalter und nützliche Laufkäfer.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Pflanze ist eine wichtige Nahrungsgrundlage für verschiedene Dickkopffalter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), der Gelbwürfelige Wald-Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) von seinem Vorhandensein. Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und Wanderfalter wie Pelopidas thrax nutzen ihn. Am Boden bietet das dichte Gras Verstecke für nützliche Laufkäfer. Dazu zählen der Gemeine Grabläufer, der Kupferfarbene Feldlaufkäfer und der Rotbeinige Feldlaufkäfer. Auch der Käfer Harpalus affinis findet hier einen geschützten Lebensraum.
Die Pflanze gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Dies liegt nicht an einer Giftigkeit, sondern an den feinen Grannen (borstenartige Spitzen an den Ähren), die mechanische Reizungen an Haut oder Augen verursachen können. Zudem ist der Pollen des Grases ein bekannter Auslöser für Heuschnupfen bei Allergikern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Standort: Er benötigt einen vollsonnigen Platz, um seine charakteristischen Blütenstände optimal zu entwickeln.
Boden: Er gedeiht am besten auf frischen (mäßig feuchten) Böden mit einem mittleren Nährstoffgehalt (Mittelzehrer).
Pflanzung: Die beste Zeit für die Aussaat oder Pflanzung ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Mykorrhiza: Die Pflanze bildet eine AM-Symbiose (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine nützliche Pilz-Wurzel-Gemeinschaft) aus, die ihm bei der Nährstoffaufnahme hilft.
Pflege: Da er ein- bis zweijährig ist, solltest du die Samenreife abwarten, damit er sich selbst versamen kann.
Vermehrung: Er vermehrt sich unkompliziert über seine Samen, die im Spätsommer reifen.
Wuchs: Er wächst horstartig (in dichten Büscheln) und bildet keine Ausläufer.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche an Sonne und Bodenfeuchte und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Wiesen-Aspekt.
Der Acker-Fuchsschwanz gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und wird als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt vor allem frische, nährstoffreiche Standorte. Morphologisch zeichnet er sich durch seine ein- bis zweijährige Lebensweise und die dichten, zylindrischen Blütenstände aus. Die Pflanze erreicht meist Wuchshöhen zwischen 20 und 60 Zentimetern. In der freien Landschaft findet man ihn häufig als Begleiter auf Äckern und an Wegrändern.
3 Videos zu Acker-Fuchsschwanz



39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →