Bild folgtKI-generierte IllustrationZostera marina
Auch bekannt als: Gewöhnliches Seegras
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer das Echte Seegras (Zostera marina) sind seine langen, bandfoermigen Blaetter, die in flachen Kuestengewaessern dichte Unterwasserwiesen bilden. Als eine der wenigen Bluetenpflanzen des Meeres ist diese Art ein unersetzlicher Bestandteil unseres Oekosystems und gilt nach der Roten Liste als gefaehrdet (Status 3). Sie dient als wichtige Kinderstube fuer Fische und bietet Rastvoegeln wie der Kanadagans (Branta canadensis) oder der Brillenente eine ueberlebenswichtige Nahrungsquelle. Wenn du einen Kuestengarten mit Zugang zu Brackwasser (Mischung aus Suess- und Salzwasser) besitzt, kannst du mit dieser Pflanze aktiv zum Artenschutz beitragen. Schau dir genau an, wie die Stroemung mit den gruenen Baendern spielt – ein beruhigender Anblick fuer jeden Naturfreund.
Unterwasser-Wiese und Winterbuffet für seltene Meeresenten.
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Das Echte Seegras ist ein Magnet fuer spezialisierte Wasservoegel. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren insbesondere die Kanadagans (Branta canadensis) und die Kaisergans von den Bestaenden. Auch fuer die Kanadabergente und die seltene Brillenente stellt die Pflanze eine wesentliche Nahrungsgrundlage dar. Da die Bluetezeit von Mai bis September reicht, bietet sie ueber viele Monate hinweg Ressourcen im marinen Bereich. Unter Wasser fungieren die Wiesen zudem als Versteck fuer zahlreiche Kleinstlebewesen, die wiederum die Nahrungskette fuer groessere Tiere stuetzen.
Gemaess den vorliegenden Daten ist das Echte Seegras nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist, sollte die Pflanze aufgrund dieser Einordnung nicht in Spielbereichen fuer Kleinkinder verwendet werden. Eine Verwechslung mit giftigen Landpflanzen ist durch den speziellen Standort im Wasser nahezu ausgeschlossen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.55 m
Standort : Waehle einen Platz im Halbschatten, da zu starke Sonneneinstrahlung das Algenwachstum auf den Blaettern foerdern kann.
Feuchtigkeit : Die Pflanze ist zwingend auf einen feuchten Standort angewiesen, idealerweise dauerhaft unter Wasser in einer Kuestenzone.
Boden : Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Naehrstoffbedarf) kommt sie mit normalem Boden gut zurecht, solange dieser feinkörnig genug fuer die Wurzeln ist.
Pflanzzeit : Setze das Seegras bevorzugt von Maerz bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November ein.
Vermehrung : Die Pflanze breitet sich ueber ihre Rhizome selbststaendig aus und bildet mit der Zeit dichte Teppiche.
Pflege : Ein Rueckschnitt ist nicht notwendig. Achte lediglich darauf, dass der Standort nicht austrocknet.
Kombination : Gute Partner sind andere kuestentypische Arten der Flachwasserzone; sie teilen sich den Lebensraum und stabilisieren gemeinsam den Boden gegen Erosion (Abtragung durch Wasser).
Das Echte Seegras gehoert zur Familie der Seegrasgewaechse (Zosteraceae) und ist als Indigen (einheimisch) in Deutschland und laut Datenbestand auch in Oesterreich verbreitet. Es waechst bevorzugt in flachen, kuestennahen Gewaessern auf sandigen oder schlammigen Boeden. Morphologisch zeichnet es sich durch ein verzweigtes Rhizom (einen waagerecht wachsenden Wurzelstock) aus, aus dem die schmalen, bis zu einem Meter langen Blaetter austreiben. Die Pflanze ist ein Archäophyt (eine Art, die bereits vor 1492 bei uns vorkam) und hat sich perfekt an das Leben im salzhaltigen Wasser angepasst.
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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