Bild folgtKI-generierte IllustrationSorex coronatus Millet, 1828
Die Schabracken-Waldspitzmaus (Sorex coronatus) ist ein kleiner, mausähnlicher Säuger mit einer markant spitzen Schnauze und einem dreifarbigen Fell, das auf dem Rücken dunkler abgesetzt ist – ähnlich einer Satteldecke oder Schabracke. In deinem Garten bewohnt dieses Tier bevorzugt Bereiche mit einer dichten Krautschicht, Komposthaufen oder Totholzstapel. Als reiner Insektenfresser (Tier, das sich von Wirbellosen ernährt) ist dieser Gast äußerst nützlich, da er ununterbrochen nach Nahrung sucht. Wegen ihres extrem hohen Stoffwechsels (Energieumsatz des Körpers) muss die Spitzmaus fast ihr eigenes Körpergewicht am Tag fressen. Dieses Tier hält keinen Winterschlaf (tiefer Ruhezustand mit abgesenkter Körpertemperatur), sondern bleibt das ganze Jahr über aktiv und jagt selbst im Februar unter der Schneedecke oder im Laub. Du kannst die Schabracken-Waldspitzmaus unterstützen, indem du Laubhaufen und wilde Ecken im Garten belässt. Der Verzicht auf Pestizide (chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung) ist lebensnotwendig, damit sie ausreichend Nahrung findet. Auch eine flache Tränke wird in trockenen Zeiten gerne angenommen.
Die Schabracken-Waldspitzmaus ist für Menschen völlig ungefährlich und nicht giftig. Da sie unter allgemeinem Artenschutz steht, darf sie nicht gefangen oder getötet werden. Ein Umsiedeln ist nicht ratsam, da die Tiere sehr standorttreu sind und in fremden Revieren kaum überleben.
Die Schabracken-Waldspitzmaus (Sorex coronatus) gehört zur Familie der Spitzmäuse (Soricidae) und ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien heimisch. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 65 bis 80 Millimetern ist sie ein kleiner, bodenlebender Säuger. Sie führt eine solitäre (einzelgängerische) Lebensweise und besetzt feste Reviere. Biologisch ist sie eng mit der Waldspitzmaus verwandt, bevorzugt aber oft klimatisch mildere Regionen in West- und Mitteleuropa.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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