Bild folgtKI-generierte IllustrationSempervivum tectorum var. rhenanum
Auch bekannt als: Sempervivum tectorum var. rhenanum
7
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren fleischigen, rosettenartig angeordneten Blättern mit den oft rötlichen Spitzen lässt sich die Rheinische Hauswurz (Sempervivum tectorum var. rhenanum) sofort erkennen. Diese Pflanze ist eine wahre Überlebenskünstlerin für die sonnigsten und trockensten Ecken in deinem Garten. Besonders für den seltenen Apollofalter (Parnassius apollo) und die Felsspalten-Wollbiene ist sie eine lebenswichtige Nahrungsquelle auf kargem Untergrund. Mit dieser heimischen Art förderst du gezielt die Artenvielfalt auf engstem Raum, etwa auf Trockenmauern. Wenn du einen robusten Gast suchst, der mit minimaler Pflege auskommt, machst du mit ihr alles richtig.
Überlebenskünstlerin auf nacktem Fels: Tankstelle für den seltenen Apollofalter.
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In deinem Garten fungiert die Hauswurz als spezialisierte Nektarquelle für seltene Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Futterpflanze für den Apollofalter (Parnassius apollo) und den Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus). Auch Wildbienen wie die Felsspalten-Wollbiene und die Feldweg-Schmalbiene fliegen die Blüten gezielt an, um Nahrung zu suchen. Die Langkopf-Wespenbiene gehört ebenfalls zu den regelmäßigen Besuchern dieser ausdauernden Pflanze. Da sie ökologische Nischen auf nacktem Stein besetzt, bietet sie Lebensraum dort, wo andere Pflanzen nicht überleben können. So leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Trockenbiotopen.
Die Rheinische Hauswurz wird in den vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du sie im Garten außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern pflanzen solltest. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der markanten Rosettenform kaum. Die Pflanze ist bei Berührung harmlos, sollte jedoch nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Wähle für die Rheinische Hauswurz einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden muss zwingend trocken und sehr mager sein, da sie eine Schwachzehrerin (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Staunässe ist unbedingt zu vermeiden; sorge für einen guten Wasserabfluss, beispielsweise in einer Felsspalte.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze perfekt an karge Verhältnisse angepasst ist.
Du kannst sie leicht vermehren, indem du die kleinen Tochterrosetten vorsichtig abtrennst und an einer neuen Stelle festdrückst.
Im Februar befinden sich die Rosetten in der Winterruhe und benötigen keine zusätzliche Pflege oder Wassergabe.
Nach der Blüte stirbt die jeweilige Rosette ab, hat bis dahin aber meist schon für reichlich Nachwuchs gesorgt.
Gute Partnerin: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für extrem trockene Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend auf Mauerkronen.
Die Rheinische Hauswurz gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist eine in Deutschland heimische Gebirgspflanze. Sie besiedelt bevorzugt felsige Standorte und magere Trockenbiotope, wo kaum andere Arten überdauern. Charakteristisch sind ihre sukkulenten (wasserspeichernden) Blätter, die dichte Rosetten bilden, um die Verdunstung extrem gering zu halten. Als Besonderheit nutzt sie eine AM-Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen), um in nährstoffarmen Böden ausreichend versorgt zu sein. Ihre sternförmigen Blüten erscheinen an aufrechten Stielen über den Rosetten.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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