Bild folgtKI-generierte IllustrationSedum reflexum
Auch bekannt als: Sedum reflexum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Felsen-Fetthenne sofort an ihren walzenförmigen, fleischigen Blättern, die wie kleine Fichtenzweige aussehen, und den leuchtend gelben, sternförmigen Blütenständen. Sie ist eine unverzichtbare Überlebenskünstlerin für karge, sonnige Stellen, an denen kaum eine andere Pflanze gedeiht. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Rote Apollo (Parnassius apollo) profitieren von ihr als Nektarquelle. Wenn du eine Trockenmauer oder ein Kiesbeet im Garten hast, gibst du dieser heimischen Art dort ein ideales Zuhause und unterstützt gezielt bedrohte Spezialisten. Sie ist die perfekte Wahl, wenn du ohne viel Gießen eine lebendige Gartenstruktur schaffen willst.
Überlebenskünstlerin für karge Flächen und Nektarquelle für seltene Apollofalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Felsen-Fetthenne eine Schlüsselpflanze für hochalpine und felsbewohnende Schmetterlinge. Insbesondere der Rote Apollo (Parnassius apollo) und der Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus) nutzen die Pflanze intensiv zur Nahrungsaufnahme. Während viele Wildblumen bei sommerlicher Hitze vertrocknen, liefert die Felsen-Fetthenne im Juni verlässlich Nektar. Da sie in Deutschland heimisch ist, ist sie optimal an die hiesigen Umweltbedingungen angepasst. Für Vögel bieten die winzigen Samen im Winter eine zusätzliche, wenn auch kleine Futterquelle in ansonsten kargen Schotterbereichen.
Die Felsen-Fetthenne wird als nicht kindersicher eingestuft. Bei Verzehr von Pflanzenteilen können leichte Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit oder Erbrechen auftreten, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der charakteristischen walzenförmigen Blätter jedoch kaum möglich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze maximale Lichtausbeute benötigt.
Boden: Der Untergrund muss durchlässig und mager sein; Staunässe führt unweigerlich zu Fäulnis.
Pflanzzeit: Setze die Felsen-Fetthenne von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Gießen: Nur in der Anwachsphase nötig, danach versorgt sie sich durch ihre Wasserspeicher selbst.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da die Pflanze sonst ihre kompakte Form verliert und mastig wird.
Vermehrung: Du kannst im Sommer einfach Triebstücke abbrechen und in die Erde stecken, sie wurzeln zuverlässig an.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; vertrocknete Blütenstände können für die Optik im Spätwinter entfernt werden.
Kombinationsempfehlung: Gute Partner sind der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) und der Feld-Thymian (Thymus pulegioides). Diese Arten teilen den Lebensraum der Felsflur und ergänzen sich hervorragend als trittfeste Bodendecker für Insekten.
Die Felsen-Fetthenne gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) in der Ordnung der Steinbrechartigen. In Deutschland ist sie weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Felsfluren. Ein markantes Merkmal ist ihr sukkulenter Wuchs, bei dem die Pflanze Wasser in ihren Blättern speichert. Sie geht im Boden eine Symbiose mit Pilzen ein, die als arbuskuläre Mykorrhiza (AM) bezeichnet wird und ihr hilft, Nährstoffe aus extrem kargen Böden zu lösen.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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