
Scutellaria galericulata
Auch bekannt als: Sumpf-Helmkraut, Sumpfhelmkraut
11
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Gewöhnliche Helmkraut (Scutellaria galericulata) durch seine blauvioletten Lippenblüten, die paarweise in den Blattachseln sitzen und alle zur gleichen Seite schauen, fast wie kleine Helme. In deinem Naturgarten ist es ein wertvoller Spezialist für feuchte Stellen, der dem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) und verschiedenen Dickkopffaltern wie Carcharodus floccifera Nahrung bietet. Auch die seltene Heidehummel (Bombus humilis) profitiert von diesem Standort-Spezialisten. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Teichrand hast, machst du mit dieser heimischen Staude alles richtig.
Blaues Blütenwunder für nasse Füße: Die Tankstelle für seltene Heidehummeln.
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Dieses Helmkraut ist eine wichtige Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen Arten wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) sowie die Dickkopffalter Muschampia tessellum und Carcharodus orientalis die Blüten. Auch die Hummelwelt profitiert: Die Mooshummel (Bombus muscorum) und die seltene Heidehummel (Bombus humilis) nutzen ihren langen Rüssel, um an den tief liegenden Nektar zu gelangen. Die Ackerhummel (Bombus pascuorum) ist ebenfalls regelmäßig zu Gast. Da die Samen im Herbst reifen, bietet die Pflanze Struktur für überwinternde Lebewesen, wenn man sie nicht vorzeitig zurückschneidet.
Das Gewöhnliche Helmkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn es keine klassische Giftpflanze wie der Eisenhut ist, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern vorsichtig sein. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der sehr markanten Blütenform und der paarigen Anordnung der Blüten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Standort: Die Pflanze benötigt einen sonnigen Platz.
Feuchtigkeit: Sie braucht es feucht, ideal ist ein dauerhaft wasserzügiger Bereich oder der Rand eines Gartenteichs.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden gut zurecht, solange er nicht austrocknet.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Mykorrhiza: Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Pilzen) eingeht, solltest du auf Kunstdünger verzichten, um die Bodenbiologie nicht zu stören.
Pflege: Lass die Triebe über den Winter stehen und schneide sie erst im Februar zurück.
Vermehrung: Die Art breitet sich über unterirdische Ausläufer aus und bildet mit der Zeit schöne Bestände.
Kombinationsempfehlung: Gute Partner sind der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) oder das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides). Diese heimischen Arten teilen den Standortanspruch und blühen zeitweise zeitgleich.
Das Gewöhnliche Helmkraut (Scutellaria galericulata) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Es ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in ganz Mitteleuropa an Ufern, in Gräben und Niedermooren heimisch ist. Ein morphologisches (gestaltliches) Merkmal ist der vierkantige Stängel und die helmförmig gewölbte Oberlippe der Blüte, die der Gattung ihren Namen gab. Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (einer Symbiose mit Bodenpilzen), was ihr hilft, Nährstoffe an ihren oft nassen Standorten besser aufzunehmen.
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Orest Lyzhechka / Adobe Stock
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