Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus odoratus
3
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren großen, purpurrosa Schalenblüten und den weichen, ahornähnlichen Blättern lässt sich die Zimt-Himbeere (Rubus odoratus) sofort erkennen. Im Naturgarten ist dieser Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 bei uns eingeführt wurde) wertvoll, da er auch im Halbschatten eine üppige Blütenpracht entfaltet. Von ihrem Nektarangebot profitiert besonders die Sandhummel (Bombus veteranus), während die Blätter als Nahrung für Raupen der Zahnspinner (Notodontidae) dienen. Wenn du eine robuste, blühfreudige Art für schwierigere Gartenbereiche suchst, liegst du hier richtig. Du wirst schnell feststellen, wie emsig die Honigbiene (Apis mellifera) die duftenden Blüten anfliegt.
Große Blütenpracht im Schatten: Ein Paradies für die seltene Sandhummel.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Zimt-Himbeere ist eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Bestäuber. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird sie regelmäßig von der Honigbiene (Apis mellifera) und der Sandhummel (Bombus veteranus) besucht. Da die Blütezeit recht lang ist, bietet sie eine verlässliche Tracht (Nahrungsangebot aus Nektar und Pollen). Für die Schmetterlingswelt ist sie ebenfalls von Bedeutung: Die Raupen der Zahnspinner (Notodontidae) nutzen das Laub als Futterquelle. So leistet der Strauch einen messbaren Beitrag zur Artenvielfalt in deinem Gartenareal.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.59 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten. Die Pflanze gedeiht am besten auf frischen (mäßig feuchten) Böden.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen, humosen Gartenboden ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Zimt-Himbeere von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie eine Vesikulär-arbuskuläre Mykorrhiza (VAR, eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel zur Nährstoffaufnahme) eingeht, solltest du auf mineralische Kunstdünger verzichten.
Vermehrung: Sie breitet sich über Ausläufer aus, was bei der Platzwahl im Garten berücksichtigt werden sollte.
Kombinationspartner: Eine gute Partnerin ist die heimische Haselnuss (Corylus avellana) oder das Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Beide teilen den Anspruch an einen frischen, halbschattigen Standort und ergänzen das ökologische Gefüge im Unterwuchs deines Gartens.
Die Zimt-Himbeere (Rubus odoratus) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie als etablierter Neophyt. Ein markantes Merkmal dieser strauchig wachsenden Art sind die drüsig behaarten Triebe, die im Gegensatz zu vielen anderen Brombeer- oder Himbeerarten keine Stacheln tragen. Ihre Blätter sind auffällig groß, handförmig gelappt und erinnern in ihrer Form stark an die Blätter des Ahorns.
1 Video zu Zimt-Himbeere

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →