Bild folgtKI-generierte IllustrationQuercus rubra
Auch bekannt als: Amerikanische Roteiche
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An den spitz zulaufenden Blattlappen, die ganz anders aussehen als die rundlichen Blätter unserer hiesigen Eichen, lässt sich die Rot-Eiche (Quercus rubra) sofort erkennen. Als Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart) bringt sie im Herbst ein leuchtendes Farbspiel in deinen Garten, das kaum ein anderer Baum übertrifft. Für die Natur bietet sie dennoch einen Mehrwert: Die Raupen des Buchen-Frostspanners (Operophtera brumata) nutzen sie als wichtige Futterquelle. Wenn du über ausreichend Platz verfügst, holst du dir mit ihr einen robusten und schnellwüchsigen Baum ins Grüne. Achte beim Pflanzen jedoch darauf, dass sie genügend Freiraum zur Entfaltung bekommt.
Schnellwüchsiger Schattenspender mit spektakulärer Herbstfärbung.
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Nach aktuellen Beobachtungen wird die Rot-Eiche trotz ihrer Herkunft von verschiedenen heimischen Tierarten als Lebensraum angenommen. Besonders der Buchen-Frostspanner (Operophtera brumata) profitiert von den Blättern als Raupenfutterpflanze. Auch der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) ist häufig auf dem Baum zu finden, wo er Jagd auf Schädlinge macht. Die Eicheln dienen Nagetieren wie dem Grauhörnchen (Sciurus carolinensis) als energiereiche Nahrung für den Winter. Sogar das Truthuhn (Meleagris gallopavo) nutzt die herabfallenden Früchte, sofern es in den weitläufigen Waldrändern deiner Region vorkommt.
Die Rot-Eiche wird als nicht kindersicher eingestuft. Ihre Blätter und Eicheln enthalten Tannine (Gerbstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der markanten Blattform kaum, dennoch sollten kleine Kinder beim Spielen im Garten beaufsichtigt werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
18.29 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten oder in der vollen Sonne.
Boden: Ideal ist ein frischer (mäßig feuchter) Boden, der als Mittelzehrer (Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf) keine extremen Düngergaben verlangt.
Pflanzzeit: Setze den Baum zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Wasserbedarf: In den ersten Standjahren solltest du bei Sommertrockenheit regelmäßig gießen, danach ist sie sehr widerstandsfähig.
Vermehrung: Die Anzucht gelingt über die Eicheln, die im Herbst gesammelt und direkt in die Erde gesteckt werden können.
Platzbedarf: Da sie sehr ausladend wächst, plane mindestens 10 bis 15 Meter Abstand zu Gebäuden ein.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist bei diesem Baum nur selten erforderlich, da er von Natur aus eine harmonische Krone bildet.
Kombinationsempfehlung: Als gute Partnerin bietet sich die Hainbuche (Carpinus betulus) an. Beide teilen ähnliche Ansprüche an Boden und Licht und bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Waldrand-Atmosphäre.
Die Rot-Eiche gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist aber heute in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Typisch für diesen Baum ist die silbrig-graue Borke (äußere Rinde), die selbst im Alter oft erstaunlich glatt bleibt. Ihre Eicheln sind kurz gestielt und sitzen in sehr flachen Bechern, was sie morphologisch (gestaltlich) deutlich von heimischen Eichenarten unterscheidet. Sie bevorzugt Standorte im Halbschatten und zeigt sich gegenüber verschiedenen Bodenbeschaffenheiten sehr tolerant.
3 Videos zu Rot-Eiche



5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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