Bild folgtKI-generierte IllustrationQuercus cerris
Auch bekannt als: Zerr-Eiche, Zerreiche
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Zerreiche an ihren tief gelappten, derben Blättern und den ungewöhnlichen, behaarten Becherhüllen der Eicheln, die fast wie mit Moos bewachsen wirken. Sie ist für den Naturgarten ein wertvoller Lebensraum, da sie als spezialisierte Futterquelle für zahlreiche heimische Schmetterlinge dient. So profitieren etwa die Raupen des Nachtschwalbenschwanzes (Ourapteryx sambucaria) oder des Ringelspinners (Malacosoma neustria) direkt von diesem stattlichen Baum. Wenn du den nötigen Platz in deinem Garten hast, schaffst du mit ihr ein wichtiges Refugium für die Artenvielfalt.
Ein Paradies für Nachtfalter: Lebenswichtige Raupennahrung für über 8 Arten.
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Dieser Baum ist eine unverzichtbare Kinderstube für viele Nachtfalter. Nach aktuellen Daten dienen die Blätter als wichtige Nahrung für die Raupen der Nonne (Lymantria monacha) und der Rötlichen Herbsteule (Agrochola helvola). Auch der Eichen-Zackenspanner (Ennomos erosaria) und die Gelblinien-Spannereule (Herminia tarsipennalis) finden hier ihre Lebensgrundlage. Sogar seltenere Arten wie der Eckfleck-Bürstenspinner (Orgyia recens) und die Gelbfleck-Waldschatteneule (Rusina ferruginea) sind auf das Vorhandensein solcher Eichen angewiesen. Im Winter bieten die Eicheln zudem eine energiereiche Nahrungsquelle für Vögel und Kleinsäuger.
Die Zerreiche wird als nicht kindersicher eingestuft. Die in den Eicheln und Blättern enthaltenen Gerbstoffe (pflanzliche Abwehrstoffe) können bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Eichenarten, was jedoch aufgrund der ähnlichen Inhaltsstoffe keine zusätzliche Gefahr darstellt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Apr
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
33.03 m
Standort: Die Zerreiche schätzt einen warmen, sonnigen bis halbschattigen Platz mit ausreichend Raum zur Entfaltung.
Boden: Sie kommt mit normaler Gartenerde gut zurecht, bevorzugt jedoch nährstoffreiche und eher kalkhaltige Böden.
Pflanzzeit: Die ideale Zeit ist von März bis Mai oder von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: In den ersten Standjahren solltest du bei anhaltender Trockenheit wässern, danach ist sie sehr robust.
Schnitt: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei diesem Baum nicht notwendig und würde den natürlichen Wuchs stören.
Kombinationsempfehlung: Als Partnerin eignet sich die Hainbuche (Carpinus betulus) hervorragend, da beide Arten ähnliche Ansprüche an das Klima haben und gemeinsam eine natürliche Waldrand-Atmosphäre schaffen.
Unterpflanzung: Da die Zerreiche im Alter viel Schatten wirft, sind heimische Waldstauden wie die Wald-Segge (Carex sylvatica) gute Begleiter.
Die Zerreiche (Quercus cerris) gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und zur Ordnung der Buchenartigen (Fagales). In unserer Region ist sie primär in Österreich heimisch, wo sie bevorzugt in sommerwarmen Wäldern wächst. Morphologisch (gestaltlich) fällt sie durch ihre tief gefurchte, dunkle Borke und die markanten Borsten an den Knospen auf, die sie von der heimischen Stieleiche unterscheiden.
85 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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