
Pulsatilla vulgaris
Auch bekannt als: Pulsatilla vulgaris subsp. vulgaris
14
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
An ihren glockenförmigen, violetten Blüten mit den leuchtend gelben Staubblättern und der dichten, silbrigen Behaarung lässt sich die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) sofort erkennen. Sie ist eine Charakterart unserer heimischen Trockenrasen und heute leider stark gefährdet (Rote Liste 3). In deinem Garten ist sie ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz, da sie als „Schwachzehrer“ (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) perfekt an karge, sonnige Stellen angepasst ist. Sie geht eine enge Gemeinschaft mit der „AM-Mykorrhiza“ (einem Wurzelpilz) ein, was ihr hilft, auf trockenem Boden zu gedeihen. Wenn du ihr einen Platz im Steingarten oder in einer Magerwiese gibst, holst du dir eine echte botanische Besonderheit nach Hause. Du wirst sehen, wie die fedrigen Fruchtstände nach der Blüte im Wind tanzen.
Seltene Schönheit für Sonnenanbeter: Hol dir die gefährdete Küchenschelle heim.
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Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) hat einen hohen naturschutzfachlichen Wert, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird. Mit ihrer Blütezeit im Mai stellt sie eine wichtige Ressource für die Bestäubergemeinschaft in trockenen Lebensräumen dar. Durch die Symbiose mit „AM-Mykorrhiza“ (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) trägt sie zur Stabilisierung des Bodenökosystems bei. Obwohl für diese Art keine spezifischen Insektendaten vorliegen, ist sie als indigene Pflanze tief in das heimische Ökosystem eingebunden. Die markanten, fedrigen Samenstände dienen nach der Blüte als Strukturmerkmal im Garten. Wer diese Pflanze kultiviert, hilft aktiv dabei, ein Verschwinden dieser Art aus der Kulturlandschaft zu verhindern.
Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) ist nicht kindersicher. Wie alle Hahnenfußgewächse enthält sie Stoffe, die bei Kontakt oder Verzehr giftig wirken und Hautirritationen hervorrufen können. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Wähle einen Standort in voller Sonne, da die Pflanze sehr lichtbedürftig ist.
Der Boden sollte trocken und nährstoffarm sein; als „Schwachzehrer“ verträgt sie keine Düngung.
Achte auf eine gute Durchlässigkeit, um Staunässe zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da sie Pfahlwurzeln bildet, sollte sie nach dem Anwachsen nicht mehr umgesetzt werden.
Vermehren lässt sie sich am besten durch Aussaat der frischen Samen direkt nach der Reife.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht nötig; die Samenstände sind im Winter sehr dekorativ.
Als Begleitpflanze eignet sich hervorragend die Schafgarbe (Achillea millefolium).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Trockenheit und Licht stellen und gemeinsam eine natürliche Wiesengesellschaft bilden.
Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt als „Indigen“ (ursprünglich einheimisch) oder „Archäophyt“ (vor 1492 eingewandert). Ihr natürlicher Lebensraum sind „Xerothermrasen“ (trockene, warme Magerwiesen), wo sie auf kalkhaltigen Böden wächst. Typisch für die Morphologie sind die fein zerteilten Laubblätter und der pelzige Schutz gegen Verdunstung und Spätfröste.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_760140637
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