Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla sterilis
Auch bekannt als: Fragaria sterilis
11
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An den dreizähligen, gesägten Blättern und den weißen Blüten, die täuschend echt wie die der Walderdbeere aussehen, lässt sich das Erdbeer-Fingerkraut (Potentilla sterilis) sofort erkennen. Im Gegensatz zu seinem Doppelgänger bildet es jedoch keine essbaren Früchte aus. Für deinen Naturgarten ist es besonders wertvoll, da es bereits im April Nahrung für die Wiesenhummel (Bombus pascuorum) bietet. Zudem dient es als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae). Wenn du eine unaufdringliche, heimische Art für den Gehölzrand suchst, machst du mit dieser Pflanze alles richtig.
Frühe weiße Blütenpracht und eine lebenswichtige Kinderstube für Schmetterlinge.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese unscheinbare Pflanze leistet einen großen Beitrag zur Artenvielfalt im Frühling. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Lockensandbiene (Andrena dorsata) von ihrem Pollen- und Nektarangebot. Auch die Wiesenhummel (Bombus pascuorum) ist ein regelmäßiger Gast an den Blüten. Von herausragender Bedeutung ist das Erdbeer-Fingerkraut als Kinderstube für Schmetterlinge: Es dient dem Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) sowie der Eulenart Noctua interjecta als wichtige Raupenfutterpflanze. Sogar Knotenameisen (Myrmica) suchen die Pflanze regelmäßig auf.
Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der essbaren Walderdbeere (Fragaria vesca). Laut Datenbank gilt das Erdbeer-Fingerkraut als nicht kindersicher. Achte daher darauf, dass Kinder die Pflanze nicht verzehren, da sie im Gegensatz zur Erdbeere keine schmackhaften Früchte liefert und Unverträglichkeiten nicht ausgeschlossen werden können.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Das Erdbeer-Fingerkraut ist ein pflegeleichter Bodendecker für halbschattige Gartenbereiche.
Standort: Ideal ist ein Platz im Halbschatten, da die Pflanze die pralle Mittagssonne meidet.
Boden: Sie gedeiht am besten in frischer (mäßig feuchter) Erde, die als Mittelzehrer-Boden (Boden mit normalem, mäßigem Nährstoffgehalt) eingestuft wird.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze niedrig bleibt und den Boden gut abdeckt.
Vermehrung: Die Art breitet sich moderat über kurze Ausläufer aus und kann im Frühjahr durch Teilung vermehrt werden.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana). Beide teilen sich den Lebensraum am Gehölzrand und ergänzen sich in der frühen Blütezeit ökologisch optimal.
Das Erdbeer-Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt es bevorzugt lichte Wälder und Gehölzränder. Die Pflanze wächst niederliegend und erreicht nur eine Höhe von etwa 5 bis 15 Zentimetern. Ein sicheres Merkmal zur Unterscheidung von der Erdbeere ist der Endzahn des Blattes, der beim Erdbeer-Fingerkraut kürzer ist als die benachbarten Zähne. Trotz des Namens 'sterilis' ist sie biologisch fruchtbar, bildet aber nur trockene Nüsschen statt Beeren.
1 Video zu Erdbeer-Fingerkraut

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →