Bild folgtKI-generierte IllustrationPopulus nigra subsp. nigra
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interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Schwarz-Pappel einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihr mächtiger Stamm mit der tief gefurchten, fast schwarzen Borke und die rautenförmigen Blätter sind unverwechselbar. In unseren Gärten und Auen ist sie selten geworden und steht mit der Kategorie 3 als gefährdete Art auf der Roten Liste. Sie dient spezialisierten Insekten wie dem Roten Ordensband (Catocala nupta) oder der Großkopf-Rindeneule (Acronicta megacephala) als lebenswichtige Futterquelle. Mit diesem Baum holst du dir ein echtes Urgestein der heimischen Natur in deinen Garten. Du leistest damit einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Baumart und förderst die regionale Artenvielfalt.
Seltener Auen-Riese: Überlebensraum für das prächtige Rote Ordensband.
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Dieser Baum ist ein wahrer Hotspot für die heimische Fauna, auch wenn er keine auffälligen Blüten trägt. Nach aktuellen Daten ernähren sich die Raupen des Roten Ordensbandes (Catocala nupta) und der Großkopf-Rindeneule (Acronicta megacephala) von seinen Blättern. Auch der Doppelzahnspanner (Odontopera bidentata) ist auf die Pappel als Nahrungspflanze angewiesen. Kleine Käferarten wie der Goldglänzende Weidenblattkäfer (Crepidodera aurata) nutzen das Laub als Lebensraum und Nahrungsquelle. Selbst spezialisierte Gallmilben wie Eriophyes laevis (Eriophyes laevis) finden auf dem Baum ihre Nische. Für Schmetterlinge ist die Schwarz-Pappel somit eine der wichtigsten Kinderstuben in der heimischen Landschaft.
Bitte beachte, dass die Schwarz-Pappel als nicht kindersicher eingestuft wird. Zwar ist sie nicht giftig, aber die herabfallenden Äste des oft spröden Holzes können bei Wind eine Gefahr darstellen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der markanten Borke und Blattform nicht.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
24.78 m
Wähle für diesen Baum einen Standort im Halbschatten, da er zwar Licht braucht, aber keine pralle Mittagshitze benötigt.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was in der Gärtnersprache bedeutet, dass die Erde gleichmäßig mäßig feucht, aber niemals völlig ausgetrocknet ist.
Da die Schwarz-Pappel ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, benötigt sie einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Du kannst den Baum idealerweise von März bis Mai oder von September bis November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Achte in den ersten Standjahren auf eine ausreichende Wasserversorgung, besonders in trockenen Sommern.
Ein Rückschnitt ist bei ausreichendem Platzangebot meist nicht nötig, da der Baum seine natürliche Krone entfalten soll.
Vermehren lässt sie sich am einfachsten über Steckhölzer im Winter, die direkt in die feuchte Erde gesteckt werden.
Da sie eine Ektomykorrhiza (EM) eingeht, profitiert sie von einem gesunden Bodenleben mit natürlichen Bodenpilzen.
Gute Partnerin: Die Silber-Weide (Salix alba) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich hervorragend in Auen-nahen Gärten.
Die Schwarz-Pappel (Populus nigra subsp. nigra) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) in der Ordnung der Malpighienartigen. Sie ist in Deutschland und der Schweiz indigen, also ursprünglich heimisch, und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Flussauen. Charakteristisch ist ihre Ektomykorrhiza (EM), eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel, die dem Baum bei der Nährstoffaufnahme hilft. Als morphologisches Merkmal fallen die fehlenden Drüsen am Blattstielansatz auf, was sie von Bastard-Pappeln unterscheidet.
3 Videos zu Schwarz-Pappel



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
13 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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