Bild folgtKI-generierte IllustrationPopulus nigra
Auch bekannt als: Saarbaum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu uebersehen: Die Schwarz-Pappel (Populus nigra) beeindruckt durch ihre maechtige Statur mit tief gefurchter, fast schwarzer Rinde und den herzfoermigen Blaettern, die an langen Stielen im Wind zittern. Fuer deinen Naturgarten ist dieser Baum ein echter Gewinn, da er auf der Roten Liste steht und zu den am staerksten bedrohten Baumarten unserer Flussauen gehoert. Er dient als lebenswichtige Kinderstube fuer spezialisierte Falter wie das Rote Ordensband (Catocala nupta) oder die Pappel-Kaetzcheneule (Orthosia populeti). Wenn du ueber ausreichend Platz verfuegst, leistest du mit einer Pflanzung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Du holst dir damit ein Stueck urspruengliche Wildnis direkt vor die Haustuer.
Seltener Riese und Kinderstube fuer das prächtige Rote Ordensband.
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Die Schwarz-Pappel ist nach aktuellen Daten eine herausragende Raupenfutterpflanze fuer zahlreiche Schmetterlingsarten. Besonders hervorzuheben ist das Rote Ordensband (Catocala nupta), dessen Raupen auf die Blaetter angewiesen sind. Auch die Obstbaum-Rindeneule (Acronicta psi) und der Auen-Spanner (Epione repandaria) nutzen den Baum als Lebensgrundlage. Weitere Arten wie die Pappel-Eule (Ipimorpha subtusa) und die Weiden-Eule (Ipimorpha retusa) finden hier ihre Nische. Im April bieten die Bluetenkaetzchen ein wichtiges fruehes Nahrungsangebot fuer Insekten, waehrend die spaeter reifenden Samen oft von Voegeln aufgesucht werden.
Die Schwarz-Pappel ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn sie nicht im klassischen Sinne giftig ist, koennen das bruechige Holz bei alten Baeumen oder allergene Pollen eine Rolle spielen. Eine Verwechslung mit der giftigen Eibe oder aehnlichen Arten ist aufgrund der markanten Blattform und Rinde nahezu ausgeschlossen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
24.78 m
Waehle einen Standort im Halbschatten oder in voller Sonne, damit der Baum gut gedeihen kann.
Der Boden sollte frisch (maessig feucht) bis feucht sein, da die Art einen hohen Wasserbedarf hat.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Naehrstoffbedarf) benoetigt sie einen fetten, naehrstoffreichen Boden.
Die beste Pflanzzeit ist im Fruehling von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Beachte den grossen Platzbedarf; die Schwarz-Pappel ist kein Baum fuer kleine Vorgaerten.
In den ersten Jahren ist eine ausreichende Wassergabe bei Trockenheit wichtig.
Ein Rueckschnitt ist moeglich, sollte aber aufgrund der Wuchskraft vorsichtig geplant werden.
Da die Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) vom Typ EM (Ektomykorrhiza) ist, profitiert der Baum von einem gesunden Bodenleben.
Gute Partnerin: Die Silber-Weide (Salix alba) – beide teilen die Vorliebe fuer feuchte, naehrstoffreiche Standorte in Flussnaehe.
Die Schwarz-Pappel (Populus nigra) gehoert zur Familie der Weidengewaechse (Salicaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz. In der Natur findet man sie vor allem in Weichholzauen (regelmaessig ueberschwemmte Uferwaelder), wo sie Licht und Wasser im Ueberfluss findet. Morphologisch zeichnet sie sich durch knorrige Auswuechse am Stamm und eine breit ausladende Krone aus. Da sie zweihaeusig (getrenntgeschlechtlich) ist, gibt es Baeume mit roten maennlichen Kaetzchen und solche mit gruenen weiblichen Bluetenstaenden.
3 Videos zu Schwarz-Pappel



10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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