Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa glauca
Auch bekannt als: Poa glauca
39
Arten
interagieren
48
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem markanten, blaugrünen Farbton und der horstigen Wuchsform (dichte Grasbüschel) lässt sich das Blaugrüne Rispengras sofort erkennen. In deinem Naturgarten übernimmt dieses seltene Gras eine wichtige Funktion als Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) profitieren von seiner Anwesenheit. Da die Pflanze auf der Roten Liste als extrem selten eingestuft ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, solltest du diesem besonderen Gras eine Chance geben.
Blau schimmernder Artenschutz: Die exklusive Futterpflanze für seltene Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine wertvolle Kinderstube für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders die Raupen des Gelbfleck-Wurmfalters (Carterocephalus palaemon) und des Gelbwürfeligen Dickkopffalters (Carterocephalus silvicola) nutzen die Blätter als Nahrung. Auch der seltene Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) wurde als Besucher an dieser Pflanze dokumentiert. Da das Gras Samen bildet, die über den Winter an den Halmen verbleiben, bietet es zudem eine wichtige Nahrungsgrundlage für kleine Singvögel. In der freien Natur ist es durch den Rückgang von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) stark bedroht, weshalb der Garten zum wichtigen Ersatzlebensraum wird.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Das Blaugrüne Rispengras ist selbst ungiftig, wird jedoch in Datenbanken als nicht uneingeschränkt kindersicher geführt. Dies liegt an den teils scharfen Blattkanten der Süßgräser, an denen sich spielende Kinder kleine Schnittwunden zuziehen können. Eine Vergiftungsgefahr besteht für Mensch und Haustier nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Wähle einen vollsonnigen Standort in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber unbedingt mager (nährstoffarm), da die Pflanze ein Schwachzehrer ist.
Staunässe (stehendes Wasser) musst du vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen können.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Düngergaben sind nicht notwendig und schaden der Standfestigkeit des Grases eher.
Ein Rückschnitt der alten Halme erfolgt am besten im späten Winter, kurz vor dem neuen Austrieb.
Die Vermehrung kann durch Teilung der Horste (Wurzelstöcke) im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Da das Gras kleinbleibend ist, achte darauf, dass es nicht von wüchsigeren Nachbarn überwuchert wird.
Gute Partnerin: Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia). Beide Arten teilen sich den Anspruch an lichtreiche, eher karge Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Blaugrüne Rispengras (Poa glauca) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Grasartigen (Poales). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wobei es als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) gilt. Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist felsige, karge Standorte in höheren Lagen. Charakteristisch sind die bläulich bereiften Halme und Blätter, die durch eine Wachsschicht vor Verdunstung geschützt sind. Als Mykorrhiza-Pflanze lebt es in einer engen Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Wurzelpilzen, die den Nährstoffaustausch verbessern.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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