Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa annua
Auch bekannt als: Jährige Rispe, Einjähriges Rispengras, Einjährige Rispe
Artengruppe
41
Arten
interagieren
61
Interaktionen
dokumentiert
29
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem niedrigen Wuchs und den hellgrünen, rispigen Blütenständen, die oft das ganze Jahr über zu sehen sind, lässt sich das Einjährige Rispengras (Poa annua) sofort erkennen. Obwohl es oft als bloßes Unkraut auf Wegen abgetan wird, ist es für die Artenvielfalt in deinem Garten eine echte Bereicherung. Es dient als wichtige Raupenfutterpflanze für Schmetterlinge wie den Ockerbindigen Samtfalter (Coenonympha pamphilus) und die Dottergelbe Graseule (Tholera cespitis). Auch Vögel wie der Grünfink (Chloris chloris) schätzen die feinen Samen als Nahrung. Schau also ruhig mal genauer hin, bevor du den Fugenkratzer ansetzt.
Die Tankstelle, die nie schließt: Ein ganzes Jahr Nahrung für Falter und Vögel.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieses Gras ein stiller Held für unsere Insektenwelt. Es dient als essentielle Raupennahrung für spezialisierte Falter wie die Gelbflügel-Raseneule (Tholera decimalis) und den Ockerbindigen Samtfalter (Coenonympha pamphilus). Selbst seltene Gäste wie die Bacchantin (Lopinga achine) besuchen die Bestände. Da das Gras von Januar bis Dezember blühen kann, liefert es fast das ganze Jahr über Nahrung. Besonders im Winter sind die reifenden Samen eine wertvolle Energiequelle für Standvögel wie den Grünfink (Chloris chloris), die in der ausgeräumten Landschaft sonst kaum Futter finden würden.
In Bezug auf die Gartennutzung ist zu beachten, dass die Pflanze laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Zwar ist sie nicht giftig, doch können Gräser allergische Reaktionen auslösen oder die feinen Samen eingeatmet werden. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jan – Dez
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Das Einjährige Rispengras ist ein bescheidener Gast, der sich im Schatten ebenso wohlfühlt wie in der Sonne. Es benötigt einen Boden, der frisch (mäßig feucht) ist, kommt aber mit fast jeder normalen Gartenerde zurecht. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) braucht es keine zusätzliche Düngung. Eine gezielte Pflanzung ist selten nötig, kann aber von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November erfolgen. Die Vermehrung übernimmt das Gras durch seine enorme Samenbildung ganz von selbst. Du musst es eigentlich nur gewähren lassen, besonders an Stellen, die sonst kahl blieben. Gute Partnerin im Rasen oder am Wegrand ist das Gänseblümchen (Bellis perennis). Beide Pflanzen teilen sich denselben Lebensraum und vertragen das Betreten sowie regelmäßiges Mähen, was eine robuste und ökologisch wertvolle Trittgesellschaft bildet.
Dieses Gras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Es gilt als Indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) und besiedelt bevorzugt Trittstellen, Gartenwege und lückige Rasenflächen. Typisch sind die gekniet aufsteigenden Halme und die rinnenförmigen Blätter, die an der Spitze wie ein Kahn geformt sind. Da es sehr anpassungsfähig ist, besiedelt es fast jeden Standort von der Ebene bis in die Hochalpen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
29 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →